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Traunsteiner Sommerkonzerte – Konzert III

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Ein so angesehenes und erfolgreiches Ensemble wie das von Haus aus eigentlich »klassische« Fauré Quartett, das am heutigen Montag um 19.30 Uhr in der Klosterkirche gastiert, hatte es nicht nötig, mit einem Sonderweg auf sich aufmerksam zu machen, dafür ist das vielfach preisgekrönte Ensemble bereits viel zu berühmt und in der Klassikszene etabliert. Aus reinem Interesse und fester Überzeugung haben die vier Musiker das Experiment gewagt, in das Gebiet der Popmusik einzusteigen. Der Vorwurf etwa, aus kommerziellem Kalkül zu handeln oder gar die Popmusik über die klassische Schiene veredeln zu wollen, wurde dem Quartett nie gemacht, seit es 2009 mit dem Album »Popsongs« den Markt eroberte und auch gleich den Echo Klassik 2010 in der Kategorie »Klassik ohne Grenzen« gewann. »Popsongs« ist ein Liederzyklus der besonderen Art. Die 15 Songs auf der CD stammen ursprünglich von bekannten Komponisten und Bands (u. a. Leslie Feist, Peter Gabriel, Steely Dan, Polarkreis 18) und wurden von insgesamt fünf verschiedenen Arrangeuren bearbeitet. Die Popklassiker in neuem Gewand, neu interpretiert mit den klanglichen Möglichkeiten eines klassischen Klavierquartetts, sind für die vier Musiker des Fauré Quartett mehr als ein Abenteuer – im Gegenteil: Sie gehören als integraler Bestandteil zum Musikverständnis bzw. Repertoire des Ensembles (Zitat: »Es ist absoluter Unsinn zu sagen, Popmusik ist schlechtere Musik bzw. wenn sie schlecht ist, ist sie schlecht. Aber das ist bei Klassik genauso. Und da gibt es auch 'ne Menge...«)


So ist es für das Fauré Quartett selbstverständlich, auch in seinen Konzertprogrammen Klassik und popular music zu verbinden, bzw. heute Abend Antonin Dvorak neben Polarkreis 18 zu stellen. Sein Klavierquartett Nr. 2 Es-Dur op. 87 und das seines Schwiegersohns Josef Suk, a-Moll, op. 1, umrahmen heute Abend die vier Popsongs »Gate keeper«, »River loves the ocean«, »Here comes the flood« und »Charlie freak«.

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Karten gibt es unter Telefon 0861/9 86 95 23 und an der Abendkasse. Imke von Keisenberg