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Treffen der Gamsbartträger

Siegsdorf. Selbst nach 30 Jahren hat es nicht an Anziehungskraft verloren: Das traditionelle Treffen von Gamsbartträgern aus dem gesamten Alpenvorland hat am Palmsonntag wieder in Siegsdorf stattgefunden. Das Interesse war groß.

Von Mittenwald bis Bad Goisern: Die Gamsbartträger kamen aus dem gesamten Alpenvorland.

Auch heuer war der Siegsdorfer Festsaal wieder voll besetzt, als Herbert Eder von den »Siegsdorfer Gamsbartfreunden« Freunde und Gäste von Mittenwald bis Bad Goisern willkommen hieß. Auch Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm ließ sich von der harmonischen Stimmung anstecken, und freute sich an den schönen Trachten, dem vielfältigen Hutschmuck und den Melodien zahlreicher Volksmusikanten.

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Die Teilnehmer konnten sich bei den anwesenden Kunsthandwerkern – wie zum Beispiel einem Hirschhornschnitzer – mit Raritäten rund um die Tracht und den Hut versorgen, und das eigene Erscheinungsbild aufwerten. Den intensiven Fachgesprächen nach zu urteilen wird sicherlich auch so manches Hutschmuck-Prachtexemplar den Besitzer gewechselt haben.

Überrascht zeigten sich die Veranstalter von der großen Zahl der Musikanten und Sänger, die über Stunden mit ihren unverstärkten Melodien den Gamsbartfrühschoppen umrahmten. Neben den bekannten »Hinterberger Musikanten« aus dem Inntal waren auch die jungen Burschen der »Wabach Musi« aus dem Chiemgau gekommen und die Freunde aus dem steirischen Bad Goisern hatten gleich sechs Musikanten und einen feinen Dreigesang mitgebracht. Die »Hafensteiner Alphornbläser« ließen ihre Instrumente erklingen.

Die »Steiner Sänger« aus Traunstein sowie die »Wolfsberger Goaßlschnalzer« gehören schon fast zum »Inventar« des Gamsbart-Frühschoppens in Siegsdorf, dessen Fortbestand nach dem Erfolg auch in den nächsten Jahren gewährleistet sein wird. FK