Triathlon-Selbstversuch: Ein i-Tüpfelchen fürs Rennrad

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Unsere Sportredakteurin Stephanie Brenninger nutzt die letzten Einheiten mit dem Rad dazu, das Wettkampf-Setup zu testen.

Ich sitze praktisch schon mehr oder weniger auf gepackten Koffern. In exakt einer Woche geht's ab Richtung Podersdorf – und dann schauen wir mal, was unterm Strich beim Rennen am Neusiedler See für mich rauskommen wird. Wobei ich nur ein Ziel vor Augen habe: Ich will bei meiner Premiere über die Triathlon-Langdistanz einfach ins Ziel kommen! Und deshalb lasse ich mich auch auf gar keine Rechenspiele ein und Sie glauben gar nicht, wie viele Leute gerade von mir wissen wollen, mit wie vielen Stunden ich rechne, bis ich im Ziel bin. Ehrlich – ist mir ganz egal! Ich brauche so lange, wie ich brauche.


Und so geht's gerade weiter mit der Feinabstimmung. Etwa mit Caroline Rauscher. Die Ernährungsexpertin spricht mit mir nochmals genau durch, was ich beim Wettkampf beachten und was ich unbedingt vermeiden sollte! Also, ich hab' da jetzt meinen Plan. Und noch was ist gut: Neben meiner Familie und ein paar Freunden wird auch meine Trainerin Pamela Gutsch vor Ort sein und sie darf mich laut Veranstalter eben auch mit meinen Sachen, die ich jetzt solange im Training getestet habe, versorgen. Das gibt mir schonmal ein sehr gutes Gefühl!

Und das hatte ich am Wochenende auch auf meinem Rennrad. Das hat nämlich bereits das Wettkampf-Setup – mit einem i-Tüpfelchen obendrauf: Ich habe jetzt auch noch einen Triathlon-Lenker für eine aerodynamische Sitzposition. Was jetzt für einen Triathleten nicht so ungewöhnlich ist. Aber wenn man eben ein Rad fährt, dass so neu am Markt ist, dass es dafür eben noch keinen Aerolenker gibt, dann schon! Viele Leute im Hintergrund haben das jetzt noch möglich gemacht – vielen Dank dafür. Mein Radtechniker Hannes Häusler ist deshalb auch ganz schön eingespannt. Alter Lenker runter, neuer Lenker rauf, Lenker anpassen und ran an den Feinschliff. Und was soll ich sagen: Es passt perfekt! Also kann da auch nichts mehr anbrennen und der berüchtigte Wind in Podersdorf wird mich auch nicht mehr so ausbremsen können. Meine Hausaufgaben habe ich also praktisch alle erledigt. Ich warte dann mal weiter, bis es endlich Richtung Burgenland geht.

Stephanie Brenninger

 

Der Triathlon-Selbstversuch unserer Sportredakteurin Stephanie Brenninger geht weiter. Nachdem sie bereits über die Sprint-, die Kurz- und die Mitteldistanz gestartet ist, will sie nach einem Übergangsjahr am 4. September im österreichischen Podersdorf erstmals auf die Langdistanz gehen und dabei 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen.