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Tropensturm Harvey hängt fest

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Große Überschwemmungen
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Die Menschen in Teilen vom US-Bundesstaat Texas kämpfen mit Unmengen von Regen. Foto: David J. Phillip/AP/dpa Foto: dpa

So viel Regen! Wie ein dicker, grauer Vorhang platscht er vom Himmel. An nur einem Tag fällt so viel Wasser herunter wie sonst in Orten in Deutschland in einem ganzen Jahr. Und dann noch der Sturm dazu!


Die Rede ist von Hurrikan (gesprochen: hörrikähn) Harvey. Dieser Tropensturm macht den Menschen in der Gegend um die amerikanische Stadt Houston große Probleme. Im Fernsehen sieht man, wie der Sturm Häuser wegfegt. Der Regen verwandelt Straßen in breite Flüsse.

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Angefangen hat das Ganze über dem Meer nahe der Stadt Houston: dem Golf von Mexiko. «Hurrikans brauchen Wasser-Temperaturen von über 26 Grad», erklärt Wetter-Experte Andreas Friedrich. Im Golf von Mexiko hatte die Sonne das Wasser zuletzt sogar auf bis zu 30 Grad erwärmt.

Das warme Meer funktioniert ähnlich wie ein Topf mit Wasser, der auf einer Herdplatte erwärmt wird: Es bildet sich Dampf. Der Dampf steigt nach oben und wird dort wieder kühler. Nun bilden sich Wolken. Die saugen sich voll mit Feuchtigkeit. Hinzu kommt nun eine Drehung. «Die Wolken werden mächtiger und drehen sich um das Auge des Sturms», beschreibt es der Experte.

Zieht so ein Sturm übers Land, verliert er normalerweise schnell an Kraft. Denn ihm fehlt die Nahrung, also die warm-feuchte Luft vom Meer. Aber Sturm Harvey ist anders: «Er hat sich eingenistet», sagt der Experte. Er bleibt also auf der Stelle und dreht sich dort.

Diese Drehung ist das Problem: Immer wenn Wolken über dem Meer sind, nehmen sie neue Feuchtigkeit auf. Drehen sie zurück an Land, geben sie das Wasser wieder ab. So bekommt Tropensturm Harvey derzeit den ganzen Regen-Nachschub. Das soll auch noch ein paar Tage so bleiben.