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TSV Berchtesgaden im Titelrennen

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Packende Zweikämpfe gab es beim 2:1-Erfolg des TSV Berchtesgaden über den TSV Fridolfing zu sehen. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden – Mit einem hochverdienten 2:1-Erfolg über seinen Verfolger TSV Fridolfing verschaffte sich der TSV Berchtesgaden eine gute Chance, Meister zu werden. Wenn der Sieg auch knapp ausgefallen ist, so war dieser umso verdienter. Denn die Berchtesgadener erspielten sich eine Vielzahl an Chancen, die Gäste waren nur zu Spielbeginn und in den letzten Minuten gefährlich. Matchwinner war wieder einmal Ibo Tas, nach dessen Einwechslung das Spiel der Platzherren torgefährlicher wurde. 100 Zuschauer kamen an die Breitwiese, um das Spiel der Verfolger des Tabellenführers TSV Siegsdorf zu sehen.


Von Beginn an ging es zur Sache und Fridolfing bewies zunächst, warum die Mannschaft auswärts noch nicht verloren hat. Nachdem Fridolfing das erste Pulver verschossen hatte, kam Christoph Heindl zu einer ersten Möglichkeit (10.). Bereits im Gegenzug deutete Fridolfing durch seinen schnellen Mittelstürmer Christoph Zeif seine Gefährlichkeit an.

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Ab der 15. Minute eroberten die Platzherren jedoch die Feldhoheit, ohne daraus zunächst Kapital schlagen zu können. So strebte Daniel Halilovic alleine aufs Tor zu und versuchte abzuspielen anstatt zu schießen (23.). Wenig später setzte Christian Pilz zu einem Verlegenheitsschuss an, den Fridolfings Torhüter Michael Haas gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte bugsierte (27.). Nach gut einer halben Stunde vertraute Trainer Richard Hartmann seinen Stürmern nicht mehr und brachte Ibo Tas ins Spiel. Der Torjäger war kaum im Match, als er fast den Führungstreffer erzielt hätte. Bei seiner ersten Ballberührung kratze Fridolfings Verteidiger Maximilian Winkler den Ball gerade noch von der Linie (34.). Kurze Zeit später tauchte der sehr engagiert aufspielende Christian Lindner über die linke Seite auf. Doch anstatt in den Strafraum einzudringen zog Lindner ab und die Kugel ging weit übers Tor. Berchtesgaden spielte eindeutig besser. Das 0:0 zum Pausenpfiff des umsichtig leitenden Unparteiischen Helmut Reinbacher vom TuS Traunreut schmeichelte den Gästen doch sehr.

Im zweiten Abschnitt setzte wiederum Lindner mit Fernschüssen die ersten Akzente (55., 58.). Berchtesgaden drückte nun immer mehr und in der 65. Minute war es endlich so weit: Marek Brazina setzte einen fulminanten Freistoß an den Innenpfosten, Ibo Tas stand goldrichtig und bugsierte das Kunstleder mit dem Knie über die Linie. Das 1:0 war hochverdient und längst überfällig.

In der nächsten guten Aktion zielte Halilovic zu genau und schoss den Torhüter an. Dann hatte der TSV Berchtesgaden Riesenglück. Denn Zeif schoss ein reguläres Tor, doch der Schiedsrichter sah dies anders und erkannte irrtümlich auf Abseits. In der Folge stand Berchtesgadens Schlussmann Stefan Schach zweimal im Fokus des Interesses, als er beide Male gekonnt klärte.

Christoph Heindl krönte zehn Minuten vor dem Ende seine gute Leistung mit dem zweiten Treffer des Breitwiesen-Express. Heindl behielt Übersicht und zielte eiskalt zum 2:0 (80.) in das lange Eck. Jetzt hätte der TSV Berchtesgaden den Sack zumachen können, denn Fridolfing entblößte die Abwehr und Berchtesgaden kam zu Konterchancen. Doch stattdessen kam Zeif zu zwei weiteren Möglichkeiten (83.), die jedoch Schach souverän entschärft hat. Gefahr kam dennoch auf, als Andreas Fellner nach einem Abwehrfehler der Platzherren auf 2:1 verkürzte (87.).

Durch den Erfolg rückte Berchtesgaden auf Tabellenplatz zwei. Am nächsten Wochenende geht es nach Siegsdorf zum Tabellenführer.

TSV Berchtesgaden: Schach; Pilz, Botzenhard, Brazina, Heindl, Czismadia, Dollinger, Hartmann, Halilovic, Lindner, Reichlmeier, Tas, Popp. Christian Wechslinger