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Tuchel sauer: Mbappé-Verletzung überschattet PSG-Pokalsieg

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Kylian Mbappé
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Musste die Glückwünsche von Präsident Emmanuel Macron (M) zum PSG-Pokalsieg auf Krücken entgegennehmen: Kylian Mbappé (3.v.l.). Foto: Francois Mori/AP/dpa Foto: dpa

Ein Jahr nach dem überraschend verlorenen Pokalfinale gegen Stade Rennes holt PSG diesmal die Trophäe. Doch Trainer Thomas Tuchel hat danach wieder Sorgen. Kylian Mbappé wird schlimm gefoult, und auch ein deutscher Nationalspieler verletzt sich.


Paris (dpa) - Auch Staatspräsident Emmanuel Macron wollte von Kylian Mbappé wissen, wie es ihm geht. Bei der Siegerehrung nach dem französischen Pokal-Endspiel erkundigte sich Macron beim Weltmeister, der sich nach dem 1:0-Sieg über AS Saint-Etienne an Krücken zur Zeremonie im Stade de France quälte.

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»Es hat doch ein bisschen geknackt«, sagte Mbappé zum üblen Foul an ihm nach einer halben Stunde. In dem kurzen Zwiegespräch mit dem Staatschef konnte der 21 Jahre alte Fußballprofi aber noch nicht sagen, wie schwer sein rechter Knöchel verletzt ist. Am Samstag teilte PSG mit, dass er eine starke Verstauchung erlitt - eine Fraktur blieb dem Star erspart.

Zuvor bedankte sich Mbappé via Twitter für alle Nachrichten an ihn. »Das hat mich sehr berührt«, schrieb der Stürmer zu einem Foto, auf dem er mit erhobenem Daumen lächelte. »Aufwachen als Sieger, kein mögliches besseres Gefühl«, meinte Mbappé, »Küsschen an alle und ein schönes Wochenende«. Der Nachrichtensender Franceinfo berichtete, er sei im Amerikanischen Krankenhaus im Pariser Vorort Neuilly untersucht worden.

Das Foul von Saint-Etiennes Kapitän Loic Perrin, der nach dem folgenden Getümmel schließlich die Rote Karte sah, hatte PSG-Trainer Thomas Tuchel noch lange nach dem Abpfiff erregt. Denn der deutsche Coach braucht Mbappé für das Finalturnier der Champions League in Lissabon, wo am 12. August Atalanta Bergamo Gegner im Viertelfinale ist. Wie lange Mbappé ausfällt, ließ sein Club offen und verwies nur auf eine weitere Untersuchung binnen der nächsten 72 Stunden.

»Das sind keine guten Nachrichten für uns«, sagte Tuchel und nahm den 13. Pokalsieg eher beiläufig zur Kenntnis. Von Freude war ein Jahr nach der überraschenden Finalniederlage im Elfmeterschießen gegen Stade Rennes nichts zu spüren. Vielmehr wirkte der 46-Jährige immer noch wütend wegen der überharten Gangart von Saint-Etienne. »Alle, die dieses Foul gesehen haben, sind beunruhigt. Natürlich bin ich beunruhigt«, sagte der frühere Mainzer und Dortmunder Trainer. Denn PSG will endlich die europäische Vereinskrone, der Meistertitel und der Pokalsieg sind da eher nur die Pflicht.

»Mbappé - der üble Schlag«, schrieb die Zeitung »Le Parisien« am Samstag und stellte mit Blick auf die kommenden Aufgaben fest: »Ganz Paris befürchtete eine Verletzung.« Noch zugespitzter formulierte es »Le Figaro«: »Paris hat Angst.« Die Sportzeitung »L'Equipe« sprach von einem teuer bezahlten Erfolg vor einer traurigen Kulisse.

Mbappé, der zuvor entscheidend am frühen Siegtor durch Neymar in der 14. Minute beteiligt war, musste frühzeitig das Feld verlassen - und erlebte damit wie im Vorjahr, als er gegen Rennes vom Platz flog, das Ende des Spiels nicht auf dem Rasen.

Genauso erging es zuvor schon dem deutschen Nationalspieler Thilo Kehrer. Der 23-Jährige erlitt bei einem Zweikampf eine Prellung an der rechten Hüfte und konnte trotz einer folgenden Behandlung nicht mehr weitermachen. Nach dem von Misstönen begleiteten Wechsel von Thomas Meunier zu Borussia Dortmund drohen nun arge Probleme auf der Rechtsverteidiger-Position, und schon am kommenden Freitag folgt das Finale im Ligapokal gegen Olympique Lyon. Kehrer falle vier bis fünf Tage aus, teilte PSG mit.

© dpa-infocom, dpa:200725-99-919992/8

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