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Türkische Familie und Schleuser machen Picknick an der Autobahn

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Foto: dpa/Matthias Balk/Archiv

Piding – Die Schleierfahnder trauten ihren Augen nicht: Eine türkische Familie mit vier Kindern samt Schleuser saß gemütlich neben der Autobahn auf einer Decke am Grünstreifen und ließ sich ihr Picknick schmecken.


Bei der Überprüfung des Lübecker BMWs am Samstagvormittag an der Behelfsausfahrt bei Teisendorf stellten sie zunächst fest, dass der Versicherungsschutz bereits seit Oktober erloschen war. Die Familie gab an, keine Ausweise zu besitzen. Nur der Fahrer hatte einen türkischen Reisepass mit Aufenthaltserlaubnis. Bei weiteren Durchsuchungen tauchten die türkischen Pässe der Familie auf – ohne Erlaubnis zur Einreise. Bereits am Vortag war die Familie an der Grenze zu Deutschland zurückgewiesen worden.

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Der 40-jährige türkische Fahrer gab an, sein Cousin, der wie er in Deutschland lebe, habe ihm sein Fahrzeug gegeben und gebeten, die angeblichen Angehörigen in Salzburg abzuholen. Gegen ihn und seinen Auftraggeber wird wegen des Verdachts des Einschleusens sowie wegen Verstoßes nach dem Pflichtversicherungsgesetz ermittelt. Die Familie, die um Asyl ansuchte, wurde an eine Erstaufnahmeeinrichtung in München weitergeleitet. fb