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Turnverein Traunstein fordert Übernahme der Betriebskosten

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In diesem Gebäude auf der Salzmanninsel sind derzeit die Ringer und die Vereinsleitung des Turnvereins Traunstein untergebracht. Die Kosten für Umbau und die Miete für das Gebäude übernimmt bereits die Stadt. Der TVT möchte nun, dass auch die Betriebskosten übernommen werden. (Foto: Artes)

Traunstein – Mit einem Antrag des Turnvereins Traunstein (TVT) befasste sich der Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Der TVT möchte, dass die Stadt die Betriebskosten für das Mietgebäude Am Rechen übernimmt, in dem derzeit die Ringer und die Vereinsleitung untergebracht sind.


Rund 30 000 Euro wurden bereits für den Umbau der Halle investiert. Diese Kosten werden von der Stadt bereits übernommen. Auch die Miete für das Gebäude in Höhe von rund 6000 Euro zahlt die Stadt – wie bei allen anderen Vereinen wird im jeweiligen Haushaltsplan ein 100-prozentiger Zuschuss dafür gewährt. Nun fordert der Turnverein, dass die Stadt auch die Betriebskosten für die Mieträume übernimmt. Laut Oberbürgermeister Christian Kegel besteht nun Gefahr, dass auch andere Vereine auf die gleiche Idee kommen könnten. Andererseits müsse man berücksichtigen, dass die Situation des TVT auch durch die Stadt ausgelöst wurde. Kegel meinte damit den Bau des Salinenparks und folglich den Abriss der Eyrich-Halle. In Anbetracht der besonderen Situation sprach er sich dafür aus, ausnahmsweise die Hälfte der Betriebskosten für das Übergangsquartier des TVT zu übernehmen.

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»Wie grenzen wir uns von anderen Vereinen ab?«

Dem widersprach Christa Fuchs (CSU). Sie forderte, die Betriebskosten zu 100 Prozent zu übernehmen. »Sie mussten ja raus aus der alten Halle.« Kegel erwiderte: »Wir sollten sie nicht ganz übernehmen. Wie grenzen wir uns dann von anderen Sportvereinen ab?«

Auch Ernst Haider (UW) sah keinen Anlass für ein volles Zugeständnis, Wilfried Schott (Grüne) sprach sich ebenfalls dafür aus, nur 50 Prozent der Kosten zu übernehmen. Waltraud Wiesholler-Niederlöhner(SPD) fragte: »Wieso soll die Stadt Betriebskosten zahlen? Andere Vereine bekommen das auch nicht.« Sie schlug vor, erst einmal abzuwarten, wie hoch die Betriebskosten wirklich sind und dann noch einmal darüber zu reden.

Am Ende beschloss der Finanzausschuss einstimmig, aufgrund der Ausnahmesituation 50 Prozent der Betriebskosten zu übernehmen. Im Sinn der Gleichbehandlung aller Vereine soll außerdem daran gedacht werden, für die Nutzung der Turnhallen einen Nebenkostenanteil in Höhe von Pauschalen zu erheben. Die Verwaltung soll nun Vorschläge ausarbeiten.

Schulen erhalten Geld für Schüleraustausch

Zugestimmt wurde auch zwei Zuschussanträgen für Schüleraustausch-Projekte. Die Reiffenstuel-Realschule organisiert jedes Jahr einen Austausch mit dem Oathall Community College in Haywards Heath, das Annette-Kolb-Gymnasium mit einer Schule in der Partnerstadt Gap. Beide Schulen erhalten dafür jeweils 1560 Euro. Als Bedingung für die Förderung forderte zweiter Bürgermeister Hans Zillner (CSU), dass die Schulen künftig Erfahrungsberichte abliefern sollen. Auch dem wurde zugestimmt.

Auseinandergesetzt hat sich der Finanzausschuss auch mit dem Bau eines neuen Salzsilos am Bauhof für 103 000 Euro. Momentan besitzt die Stadt zwei Salzsilos mit einer Lagerkapazität von zweimal 75 Tonnen. Bei einem normalen Winter reicht die Salzmenge bei vollem Füllstand für drei bis vier Tage. Damit der permanente Nachschub auch über das Wochenende und Feiertage gewährleistet werden kann, muss derzeit teilweise spekulativ gehandelt werden. Problematisch ist, dass die Bestellungen des Salznachschubs meist nicht zeitnah abgewickelt werden können. Bis vor einigen Jahren hat es zwischen der Stadt und dem Staatlichen Bauamt Traunstein noch eine Kooperation gegeben. Im Winter 2012/2013 kam es zu einer massiven Salzknappheit. Das Staatliche Bauamt beschloss daraufhin, kündig die bestehenden Kooperationen mit Kommunen bei der Salzeinlagerung aufzugeben. Mit dem neuen Silo kann die Stadt Traunstein sichergehen, dass genügend Salzvorrat vorhanden ist.

Wilfried Schott sagte, seine Fraktion sei nicht sehr glücklich über die Verwendung von Salz. »Wir sollten mehr Splitt streuen, statt ein neues Salzsilo zu bauen.« Zweiter Bürgermeister Hans Zillner fügte hinzu, dass es keine Möglichkeit mehr gebe, mit dem Staatlichen Bauamt zusammenzuarbeiten. Deshalb müsse man selbst für einen ausreichenden Salzvorrat sorgen. Oberbürgermeister Christian Kegel erklärte: »Splitt hat nicht die gleiche Wirkung wie Salz.« Das würde man vor allem auf Anstiegen und Gefällstrecken verwenden. Gerhard Hogger vom Amt für Tiefbau/Straßenbau sagte, Splitt sei extremster Sondermüll. Er müsse nach der Saison erst aufbereitet werden, bevor er entsorgt werden könne. Der Finanzausschuss sprach sich daraufhin gegen die Stimme von Wilfried Schott für das neue Salzsilo aus. Die endgültige Entscheidung trifft aber der Stadtrat in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag um 15 Uhr im Rathaus.

LaBrassBanda gibt Konzert auf dem Stadtplatz

In der Sitzung des Sport- und Kulturausschusses ging es um einen Antrag der Firma Aloha Promotion, die am 2. September ein Konzert mit LaBrassBanda auf dem Traunsteiner Stadtplatz organisieren möchte. Laut Oberbürgermeister Christian Kegel würde das ein breites Publikum ansprechen: »Alle mögen LaBrassBanda«. Das sah auch der Ausschuss so und stimmte dem Konzert zu. jar