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»Tyranno Sasha Rex«-Dino gewinnt »The Masked Singer«

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Dino Sasha
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Von wegen ausgestorben: Sänger und Dino Sasha jubelt im Finale der ProSieben-Show «The Masked Singer». Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa Foto: dpa

Bei »The Masked Singer« ist die letzte Maske gefallen. Den Sieg sicherte sich nun eine eigentlich ausgestorbene Spezies - und ein Sänger, der sich als Saurier abermals neu erfand.


Köln (dpa) - Trampeln und herzzerreißend trällern: Popsänger Sasha (»If You Believe«) hat im Kostüm eines putzigen Dinosauriers die ProSieben-Show »The Masked Singer« gewonnen.

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Der 49-Jährige sicherte sich am späten Dienstagabend im finalen Gefecht die meisten Stimmen der Zuschauer - anschließend legte er seine Maske ab, in der er in den vergangenen Wochen auf die Bühne gestampft war.

Es handelte sich um eine Art Miniatur-Variante eines Tyrannosaurus rex mit Schlafanzug und Zahnspange, vor dem man sich kaum fürchten musste. Allerdings war das Kostüm nicht einfach zu tragen. »Das ist schon eine Kopfsauna«, befand Sasha, als er endlich frische Luft schnappen durfte.

Das Fürchten lehrte der Dino aber die Konkurrenz. Ohne jede Probleme war die Königsechse ins Finale getrampelt. Dort setzte sie sich am Ende gegen die Leopardin durch, in der sich - wie sich nun herausstellte - Soulsängerin Cassandra Steen (41) verbarg. Auf den Plätzen hinter dem Spitzen-Duo liefen Sänger Ross Antony (46, früher Bro'Sis) in einem funkelnden Flamingo-Kostüm und der Ex-Modern-Talking-Sänger Thomas Anders (58) ein. Anders schlüpfte aus einem Schildkröten-Outfit mit Piratenhut. Als Sidekick hatte der Kröten-Kapitän eine sprechenden Papageien dabei - eine Anspielung auf seinen Modern-Talking-Partner Dieter Bohlen (67).

»Ich bin sehr, sehr glücklich und erleichtert«, gab Sasha nach seinem Triumph zu. Er habe schon einen gewissen Ansporn gehabt, sagte er. »Mein Ding war so: Entweder sofort raus. Oder Finale.«

Der als Sascha Schmitz geborene Musiker gehört seit Jahrzehnten zum deutschen Musik-Zirkus. Bekannt wurde er 1998 durch Young Deenays Hit »Walk On By«, in dem er den Refrain sang. Es folgten große eigene Charterfolge mit englischsprachigen Titeln wie »I Feel Lonely« oder »If You Believe«. Danach erfand er sich immer wieder neu - etwa als Rockabilly-Sänger Dick Brave oder mit einem deutschsprachigen Album.

Allein diese Wandlungsfähigkeit hatte den Namen des Sängers in der Vergangenheit zu einer Art Running Gag bei »The Masked Singer« werden lassen, bei dem Promis in aufwendigen Kostümen singen und nicht erkannt werden wollen. Kaum eine Staffel verging, ohne dass mal jemand ernsthaft annahm, dass Sasha unter einer der Masken stecke. Das gleiche Phänomen ereilt regelmäßig auch Komiker Luke Mockridge (32), der auch ständig herbeigeheimnist wird. Bei Sasha war es in der vierten Staffel nun aber tatsächlich soweit.

Der Sänger selbst fand es allerdings einen »Knaller«, dass er in den vergangenen Jahren so oft schon Thema gewesen war, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. »Im Fernsehen sein, ohne etwas zu tun - das ist doch super«, sagte er. »Ich saß dann immer mit meiner Frau auf der Couch. Wir haben herzhaft gelacht und Chips gegessen.«

Der Immer-mal-wieder-Tipp Sasha machte auch das Rateteam sichtlich kirre. »Ich glaube mittlerweile wirklich, dass Sasha eine fixe Fantasie in unseren Köpfen ist«, gab Ruth Moschner (44) zu Beginn des Finals zu Protokoll. Dauernd werde er genannt, nie sei er da. Das Ergebnis ihrer Selbstanalyse war daher ein anderer Tipp: Luke Mockridge. Nun gut.

Anders verhielt es sich mit Rea Garvey (47), der voller Überzeugung auf Sasha tippte. Die beiden Männer sind befreundet. Garvey gelang es daher sogar, kleinste Hinweise zu deuten - etwa eine Hintergrundmusik, die nach der amerikanischen Sängerin Pink (41) klang. Die Sache sei daher klar, berichtete Garvey. Er wisse, dass Sasha bei der Hochzeit von Pink aufgetreten sei.

Das offensichtlichste Indiz war indes, wie der Dino geradezu seine Fähigkeit zelebrierte, unterschiedliche Musikrichtungen bedienen zu können - er sang Balladen von Céline Dion ebenso wie Hip-Hop der Sugarhill Gang. »Das hat mir schon als Kind Spaß gemacht. In verschiedene Charaktere zu schlüpfen oder verschiedene Interpreten nachzuahmen«, sagte Sasha über seine Lust am Rollentausch.

Selbst Rate-Gast Joko Winterscheidt (42) legte sich am Ende korrekt auf ihn fest - trotz eines ansonsten etwas erratischen Tipp-Verhaltens. Bei der Leopardin zog er die Reinigungskraft Sabine aus seiner einstigen Sendung »Circus HalliGalli« in Erwägung.

Abermals gewann mit Sasha ein Profi-Sänger die ProSieben-Show, in der diesmal unter anderem »Tagesschau«-Sprecherin Judith Rakers (45) als tanzendes Küken und Schlagersänger Guildo Horn (58) als kraftstrotzender Stier enttarnt worden waren. In der vorangegangenen Staffel hatte Sarah Lombardi (28) als Eis-Skelett triumphiert.

ProSieben kann weiter auf den Quotenerfolg von »The Masked Singer« bauen: 3,75 Millionen (14,0 Prozent) schalteten am Dienstag ab 20.15 Uhr die Maskerade ein. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen saßen sogar bemerkenswerte 27,9 Prozent an den Bildschirmen.

Eine fünfte Staffel ist für den Herbst angekündigt. Einen Dauer-Tipp wird man sich dann getrost sparen können: Sasha. Es bleibt aber noch Luke Mockridge.

© dpa-infocom, dpa:210324-99-945641/6

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