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U 21 heiß auf EM-Start - Kapitän Holtby fit

Fit
Lewis Holtby (r) und U-21-Trainer Rainer Adrion bei der Pressekonferenz im HaMoshava Stadion. Foto: Roland Weihrauch Foto: dpa

Petach Tikva (dpa) - Jetzt gilt's für die deutschen U 21-Fußballer! Nach zwei Jahren Arbeit geht das Unternehmen «Reise nach Jerusalem» in die entscheidende Phase.


«Die EM ist ein tolles Ereignis und wir freuen uns, dass es endlich losgeht», meinte Trainer Rainer Adrion vor der Auftaktpartie gegen die Niederlande am Donnerstag in Petach Tikva. Trotz der schweren Gruppe mit Titelverteidiger Spanien und den Niederlanden peilen die DFB-Junioren das Finale am 18. Juni in Jerusalem an.

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«Ich will das Team zum Titel führen. Wir sind heiß», sagte Lewis Holtby, der am Dienstag wegen muskulärer Probleme eine Trainingspause eingelegt hatte. Der Einsatz des Kapitäns ist nicht gefährdet. «Um mich muss sich keiner Sorgen machen», sagte der Profi von Tottenham Hotspur am Mittwoch vor dem Abschlusstraining im HaMoshava Stadion.

Seit Sonntagabend bereitet sich die deutsche Mannschaft in Tel Aviv auf das Turnier vor. In der Mittelmeermetropole residiert das Team direkt am Strand und trainiert nicht weit entfernt auf dem Trainingsgelände von Hapoel Tel Aviv. Das Interesse in Israel ist groß, beim öffentlichen Training der DFB-Auswahl am Montagabend kamen viele Zuschauer und Medienvertreter. «Wir freuen uns über den Zuspruch und sind sehr froh über die hervorragenden Bedingungen hier», befand Adrion. Trainiert wird wegen der großen Hitze meist am Abend, tagsüber klettern die Temperaturen auf fast 30 Grad.

Trotz der kurzfristigen Ausfälle von Sebastian Jung, Jan Kirchhoff und Tolgay Arslan ist der Optimismus im Team ungebrochen. Die Mannschaft hat eine souveräne Qualifikation gespielt und zuletzt gute Leistungen gezeigt. «Wir haben 2009 miterlebt, was das für ein tolles Erlebnis ist. Es wäre eine riesige Enttäuschung, wenn wir nicht weiterkommen», meinte Abwehrspieler Tony Jantschke.

Im 12 000 Zuschauer fassenden HaMoshava-Stadion vor den Toren Tel Avivs wartet auf die deutsche Elf, die sich seit dem Titelgewinn 2009 erstmals wieder für die Endrunde qualifizieren konnte, eine schwere Aufgabe. Die «Oranjes» kommen mit ihrer besten Mannschaft und haben 12 A-Nationalspieler im Team. «Mit dieser Mannschaft können wir ins Finale kommen und den Titel holen», sagte Mittelstürmer Luuk de Jong. Der Gladbacher Profi trifft dabei auf drei seiner Teamkameraden und will sich mit guten Leistungen auch wieder bei seinem Vereinstrainer Lucien Favre für einen Platz in der Stammelf anbieten.

Adrion hingegen kann auf einige der besten Spieler wie Ilkay Gündogan oder Julian Draxler nicht zurückgreifen. Auch Mario Götze oder Toni Kroos, die beide verletzt sind, wären nicht nominiert worden. «Das ist mit dem Bundestrainer so abgesprochen. Ich glaube, wir haben eine gute Mischung im Team», sagte der Coach und versprach, dass sich seine Mannschaft sicherlich nicht in die Defensive drängen lassen werde. «Unsere Spielanlage ist selbstverständlich offensiv.»

Durch die Ausfälle muss die Abwehr umgestellt werden. Der links eingeplante Jantschke kann wieder auf die rechte Seite rücken, links hinten bieten sich Oliver Sorg oder Sead Kolasinac an. Die zweite Innenverteidigerposition könnten der Hoffenheimer Stefan Thesker oder Matthias Ginter (SC Freiburg) einnehmen. «Das ist natürlich auch eine Chance für die Spieler. Wir sind auf einigen Positionen sehr ausgeglichen besetzt. Da muss man auch mal eine harte Entscheidung treffen», meinte Adrion.