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UCI löst Armstrong-Untersuchungskommission auf

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Pat McQuaid ist der Präsident der UCI. Foto: Jean-Christophe Bott Foto: dpa

Berlin (dpa) - Der Radsport-Weltverband UCI hat die Kommission zur Aufarbeitung der Dopingaffäre Lance Armstrong nur knapp drei Monate nach deren Gründung wieder aufgelöst.


Das dreiköpfige Gremium hätte die von der US-Anti-Doping-Agentur USADA angedeutete Verstrickung der UCI in den jahrelangen Dopingbetrug Armstrongs untersuchen sollen.

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Wie der Verband bekanntgab, soll stattdessen in Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA eine sogenannte »Wahrheits- und Versöhnungs-Kommission« installiert werden. Dies sei »der beste Weg, um die Dopingkultur im Radsport in der Vergangenheit zu untersuchen«, sagte UCI-Präsident Pat McQuaid in einer Mitteilung. Diese neue Kommission soll im Laufe des Jahres installiert werden.

Ausgerechnet WADA und USADA hatten den Weltverband jüngst gerüffelt, mit der Untersuchungskommission nur einen halbherzigen Versuch zur Aufklärung der Affäre Armstrong zu betreiben. Die Doping-Jäger zweifelten die Unabhängigkeit des Gremiums an. Dieses bot daraufhin an, die eigenen Statuten zu ändern, um WADA und USADA zu einer Mitarbeit zu bewegen und Doping-Kronzeugen zu Aussagen zu ermuntern. Doch ausgerechnet die UCI selbst habe dies abgelehnt.

UCI-Mitteilung