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Bürgermeister Herbert Strauch (links) informierte sich über die Installation der PV-Anlage auf dem Schuldach. (Foto: Gasser)

Übersee leistet Beitrag zum Klimaschutz

Übersee – Die Grünen wollen in Übersee das Heft des Handelns in Sachen »Klimaschutz« in die Hand nehmen. Dazu haben sie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats einen entsprechenden Antrag vorgelegt. Langfristiges Ziel ist das Erreichen einer Klimaneutralität, möglichst bis 2030. 


»Ein aktiver Klimaschutz für eine Klimawende ist nur möglich, wenn sich alle diesem Ziel verpflichtet fühlen und entsprechende Konzepte und Ziele verabschieden«, heißt es in dem Antrag der Grünen. Dazu soll ein Arbeitskreis »Klimaschutz« unter Federführung der Gemeinde installiert werden, der mit Mitgliedern des Gremiums und der Bürgerschaft einen Leitfaden erarbeitet.

Wichtig sei dabei eine Analyse des Bestands, um zu wissen, was die Gemeinde bereits für die Klimaneutralität getan hat. Auch sei darzustellen, wie die Gemeinde als Gebietskörperschaft die Klimaneutralität bis 2030 erreichen will.

Zwei weitere Wünsche im Antrag, nämlich die Zusammenarbeit mit der Energieagentur Südbayern GmbH zu verstärken und die Aufgaben des Klimaschutzmanagers vom Ökomodell Achental darzustellen, wurde gleich in der Sitzung realisiert. So sprach Florian Maier, Projektbetreuer für Klimaschutz- und Flächenmanagement beim Ökomodell, über die Initiierung, Koordination und begleitende Beratung zur Umsetzung von Maßnahmen und Energiekonzepten, wie Elektromobilität und Photovoltaik. Thematisiert wurde auch die Unterstützung bei Energieeffizienz- und Klimaschutz-Projekten in Kommunen und Privathaushalten.

Stellvertretend für Bettina Mühlbauer von der Energieagentur Südostbayern GmbH erläuterte Maier die breit gefächerten Energie-Beratungsangebote für Bürger sowie für Kommunen. So ist beispielsweise das Angebot »Check dein Haus« inklusive einer Analyse »für alles« für 30 Euro zu haben.

Nach den Berichten von Projektbetreuer Maier hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, einen Prozess für die Klimaneutralität in Gang zu setzen. Als ersten Schritt sollen dazu im Haushalt 2022 und für die Folgejahre mindestens 2000 Euro für Energiechecks von privaten Wohnhäusern eingeplant werden.

Für die Erarbeitung von weiteren Vorschlägen wird eine Arbeitsgruppe »Klimaschutz« unter der Leitung von einem der drei Bürgermeister/in gebildet. Der Arbeitsgruppe werden jeweils ein Mitglied und ein Stellvertreter von jeder Fraktion sowie Vertreter der Bürgerschaft angehören. Für die Bürger soll demnächst ein entsprechender Aufruf gestartet werden.

Einen Beitrag zur Klimaneutralität hat dieser Tage schon die Gemeinde geleistet. Es wurde eine Photovoltaik-Anlage mit knapp 30 KWp auf dem Schuldach montiert. Die Module wurden sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite platziert. Der produzierte Strom wird größtenteils im Schulbetrieb direkt verbraucht. Zusätzlich zur bestehenden Ladesäule für das gemeindliche Fahrzeug sollen weitere Ladesäulen für die Öffentlichkeit entstehen.

bvd