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U-Häftling wollte »stiften gehen«

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Weit war der Flüchtige nicht gekommen. Bereits in einem Hinterhof an der Marienstraße gelang es einem JVA-Beamten, den Mann dingfest zu machen. (Foto: Reiter)

Traunstein – Eine kurze Verfolgungsjagd mit Beamten der Traunsteiner Polizei sowie der JVA Traunstein lieferte sich am Dienstag ein geflüchteter U-Häftling gegen 11.30 Uhr zwischen der Justizvollzugsanstalt (JVA) und der Marienstraße.


Der Häftling war nach einem Gerichtstermin von Polizeibeamten zurück auf das Gelände der JVA gebracht worden, als er die Beamten beim Aussteigen aus dem Polizeiauto überraschte und »stiften ging«, wie es der stellvertretende Leiter der JVA Traunstein, Clemens Schmid, gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt bestätigte.

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Sofort nahmen Polizisten und Justizangestellte die Verfolgung durch Ludwig-Thoma-Straße und Marienstraße auf, wo der Flüchtige schließlich in einem Hinterhof von einem Mitarbeiter der JVA gestellt werden konnte. Verletzt wurde niemand.

Wie Schmid gegenüber unserer Zeitung sagte, kommen Fluchtversuche wie dieser »zum Glück sehr selten vor, ein letzter, vergleichbarer Vorfall liegt drei Jahre zurück.« Juristische Konsequenzen hat der Vorfall übrigens nicht, die Flucht gilt als »Freiheitsdrang« und ist keine Straftat. Sollte während der Flucht allerdings jemand verletzt oder etwas beschädigt worden sein, hätte dies Folgen für den Mann. vew