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»Umbau des Klärwerks wichtig«

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Sepp Schweiger

Bergen. Sepp Schweiger ist Zahntechniker, verheiratet und hat eine Tochter. Nebenbei betreibt der 51-Jährige eine kleine Land- und Forstwirtschaft mit Schafhaltung im Weißachental. Er ist Bürgermeisterkandidat der SPD Bergen und der Freien Wählergemeinschaft Bergen.


Warum wollen Sie Bürgermeister werden?

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Es sind mehrere Beweggründe, weshalb ich Bürgermeister werden will. Zum Einen ist das Amt eines Bürgermeisters in Bayern sicher das politische Mandat, welches die meisten Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Als Bürgermeister ist es möglich, in direkter und unmittelbarer Weise die Entwicklung des Dorfes zu gestalten. Nach mehr 15 Jahren als verantwortlicher Zahntechnischer Laborleiter an der Zahnklinik der LMU München und zwölf Jahren als 3. Bürgermeister in der Gemeinde Bergen möchte ich meine berufliche Erfahrung und mein politisches Engagement miteinander verbinden und deshalb ist das Amt des Bürgermeisters eine interessante Herausforderung für mich.

Welches Problem in Bergen wollen Sie als erstes angehen, wenn Sie gewählt werden?

Da wäre als wichtigste Aufgabe für die nächsten beiden Jahre sicherlich der Aus- und Umbau des Klärwerks Bergen zu nennen. Als Chiemsee-Vorfluter sind die Anforderungen an unsere Kläranlage sehr hoch, sodass es hier wichtig ist, diese optimal für die Zukunft zu rüsten. Daneben bietet sich beim Umbau die Gelegenheit, die Energiepotenziale des Klärwerks in Kombination mit dem Bergener Schwimmbad auszunützen und so die Energiewende in Bergen voranzubringen.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Bergen hat seinen Charakter als bayerischer Gebirgsort erhalten können und ist nicht »verschandelt«. Das Ortsbild von Bergen ist so, wie man sich eine Gemeinde in Oberbayern vorstellt. Die dörfliche Struktur mit vitalem Ortskern und der entsprechenden Infrastruktur wie beispielsweise Geschäften, Ärzten, Apotheke etc. ist intakt, sodass man in Bergen sehr gut leben kann.

Dies spiegelt sich auch in einem sehr aktiven Vereinsleben wider. Die finanzielle Situation der Gemeinde ist sehr gut. So wurden beispielsweise in den Jahren 2002 bis 2014 die Schulden um Zweidrittel reduziert. Eine intelligente Grund- und Bodenpolitik ermöglichte es der Gemeinde, die in ihrem Eigentum befindlichen Grundstücke um mehr als sieben Hektar zu vermehren.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Da sollten Sie am besten meine Frau fragen.

Ich denke aber, dass Freunde mich als ehrgeizig und zielorientiert und deshalb manchmal etwas ernst sehen. Jeder, der mich kennt, weißt aber auch, dass ich mich für Dinge begeistern kann und diese dann mit aller Energie und Ausdauer verwirklichen möchte.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Auch hier ist die Einschätzung meinerseits natürlich subjektiv. Meine stärkste Eigenschaft könnte es sein, dass ich mich bei Problemstellungen auf das Wesentliche konzentrieren kann. Allerdings birgt dies auch die Gefahr, dass ich manchmal Dinge übersehe, die wichtig sein könnten. Ich würde mir die Fähigkeit wünschen, Situationen oft mit mehr Gelassenheit zu sehen. Ich arbeite daran.

Was sagen Sie zum geplanten Nettomarkt an der Staudacher Straße?

Die Entscheidung zum geplanten Lebensmittelmarkt in der Staudacher Straße ist zu 100 Prozent richtig. Bergen braucht eine zweite Einkaufsmöglichkeit für Lebensmittel, da Monopole schlecht für den Verbraucher und die wirtschaftliche Entwicklung sind. Der Standort ist so gewählt, dass der Markt zu Fuß gut erreichbar ist.