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Unbekannte setzt ältere Dame unter Druck – Geldübergabe scheitert in letzter Sekunde

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Foto: Symbolbild/Arne Dedert/dpa

Rosenheim – Erst in letzter Sekunde wurde eine ältere Dame skeptisch, als sie einer unbekannten Frau in einer vermeintlichen Notlage einen fünfstelligen Bargeldbetrag übergeben sollte. Sie war am Mittwoch nicht die einzige, die einen derartigen Schockanruf erhalten hat. Spezial-Ermittler der Kripo haben den Fall übernommen.


In der Mittagszeit wurde am Mittwoch (8. Januar) eine ältere Frau aus Rosenheim von einer unbekannten Täterin angerufen. In dem Telefongespräch, einem sogenannten „Schockanruf“, wurde der Rosenheimerin eine akute Notlage in ihrer Verwandtschaft vorgetäuscht und im gleichen Zuge nach Bargeld gefragt.

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Durch ihre Überzeugungskraft und den Druck, den die Anruferin auf die ältere Dame ausgeübt hat, wollte diese der Betrügerin das Bargeld übergeben. Sie begab sich mit einem fünfstelligen Bargeldbetrag auf den Weg zum vereinbarten Übergabeort im Bereich der Innstraße und der Gießenbachstraße in Rosenheim, um dort das Geld zu übergeben.

Am Übergabeort traf die Rosenheimerin auf eine sogenannte „Abholerin“ und wurde im letzten Moment glücklicherweise doch noch skeptisch. Sie behielt das Geld ein und entfernte sich von der Betrügerin. Die im Nachgang verständigte Polizei Rosenheim leitete sofort eine Nahbereichsfahndung ein, die jedoch erfolglos blieb.

Die Abholerin wird wie folgt beschrieben:

Die unbekannte Frau stellte sich mit dem Namen „Christa“ vor und war etwa 20 Jahre alt, ungefähr 1,65 Meter groß und schlank. Sie sprach deutsch mit einem nicht näher definierbaren, ausländischen Akzent und trug einen schwarzen Mantel sowie eventuell eine dunkle Mütze.

Der Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurden am Mittwoch mehrere derartige Schockanrufe bekannt, die zum Glück in keinem Fall zum Erfolg führten.

Die Ermittler bitten um Hinweise:

  • Wer hat zur Tatzeit im Umfeld der Tatorte etwas Verdächtiges beobachtet?
  • Wem sind verdächtige Fahrzeuge oder Personen aufgefallen, die möglicherweise im Zusammenhang mit den Taten stehen könnten?

Hinweise bitte an die Kripo mit Zentralaufgaben unter der Telefonnummer 0861/9873-0 oder an jede andere Polizeidienstelle.

Die Polizei rät gerade in diesem Zusammenhang erneut:

Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer als Amtspersonen (z.B. Polizeibeamte, Rechtsanwälte) oder Verwandte ausgeben und dramatische Notlagen schildern. Rufen Sie die betreffenden Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer zurück und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Das Gleiche gilt für Anrufe von Behörden. Rufen Sie zurück, nachdem Sie die entsprechende Telefonnummer selbst herausgesucht haben.

Geben Sie am Telefon grundsätzlich keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen heraus.

Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein. Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen zunächst Rücksprache mit Angehörigen oder sonstigen Vertrauenspersonen.

Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt. Benutzen Sie hierfür den Notruf 110.

Erstatten Sie Anzeige, wenn Sie Opfer solcher Betrüger geworden sind. Durch eine schnelle Meldung des Vorfalls unterstützen Sie die Ermittlungen der Polizei.