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Und was jetzt?

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Und was jetzt?
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Christian Lindner gehört zur Partei FDP. Er erklärte: Die FDP will bei den Verhandlungen nicht mehr dabei sein. Foto: Bernd von Jutrczenka Foto: dpa

Peng! Platzt ein Luftballon, gibt es einen Knall. Doch nicht nur solche Dinge können platzen, sondern auch Verhandlungen. Das haben Politiker in der Stadt Berlin Sonntagnacht gemerkt.


Die Politiker gehören zu den Parteien CDU, CSU, FDP und zu den Grünen. Sie hatten verhandelt, um herauszufinden, ob sie Deutschland gemeinsam regieren können. Denn obwohl die CDU bei der Bundestagswahl die meisten Stimmen bekam, reichte es nicht, um alleine zu regieren.

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In den Verhandlungen versuchten die Politiker, sich bei wichtigen Themen einig zu werden. Denn nur so können sie zusammenarbeiten. Doch Sonntagnacht sagte die FDP: Wir machen nicht mehr mit! Doch was passiert jetzt? Drei Möglichkeiten gibt es.

GROßE KOALITION: Die Partei SPD hat bei den Verhandlungen bisher nicht mitgemacht. Obwohl sie bei der Bundestagswahl die zweitmeisten Stimmen bekam. CDU, CSU und SPD könnten auch jetzt wieder gemeinsam regieren. Das hatten sie schon zuvor getan. Doch die SPD möchte nicht so weitermachen. Sie schließt eine große Koalition aus.

MINDERHEITSREGIERUNG: Parteien können auch regieren, wenn sie keine Mehrheit haben. Wenn im Bundestag Entscheidungen getroffen werden, müssen sie allerdings vorher dafür sorgen, dass sie nicht von anderen Parteien überstimmt werden. Deswegen müssen sie sich jedes Mal neue Unterstützer suchen. So eine Minderheitsregierung könnten die CDU und die CSU entweder mit den Grünen oder mit der FDP bilden.

NEUWAHLEN: Bevor jemand in Deutschland Kanzler wird, schlägt der Bundespräsident diese Person vor. Im Bundestag stimmen die Politiker dann über den Vorschlag ab. Bekommt die Person mehr als die Hälfte aller Stimmen, ist sie gewählt. Klappt das nicht, kann der Bundestag es zwei Wochen lang weiter versuchen, mit anderen Kandidaten. Dann gewinnt derjenige, für den die meisten Abgeordneten gestimmt haben. Selbst wenn das nicht die Hälfte ist. Bei so einem Ergebnis entscheidet der Bundespräsident: Er ernennt denjenigen zum Kanzler. Oder er sagt: Deutschland muss neu wählen.