Unerlaubt Eingereister kassiert gleich mehrere Anzeigen

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Foto: Bundespolizei Freilassing

Freilassing - Wie nun mitgeteilt wurde, hat die Bundespolizei am Samstag einen 48-jährigen Mann an der Saalbrücke in Freilassing festgenommen. Der Russe wollte sich einer Polizeikontrolle entziehen.


Am Samstagfrüh kontrollierten Beamte der Bundespolizei Freilassing ein Fahrzeug, das kurz vor dem Grenzübergang Saalbrücke auf der B 304 auf Höhe Kraftwerk in die Straße Saalachwehr einbog. Der Fahrer zeigte sich wenig erfreut über eine Polizeikontrolle und weigerte sich vehement, sich auszuweisen. Stattdessen fing er an, die Beamten zu beleidigen und versuchte mehrmals, sich zu entfernen.

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Nachdem die Polizisten dem Mann mitteilten, ihn zur Identitätsfeststellung zur Dienststelle mitzunehmen, wurde er zunehmend aggressiver. Als ihn die Beamten zum Dienstfahrzeug bringen wollten, versuchte er sich loszureißen und leistete anschließend massiven Widerstand. Die Bundespolizisten mussten ihn schließlich zu Boden bringen und fesseln. Daraufhin tasteten sie den Mann nach gefährlichen Gegenständen ab. Sie fanden dabei ein verbotenes Springmesser. Der Raufbold hatte die Waffe griffbereit in seiner rechten Jackentasche mitgeführt.

Die Bundespolizisten stellten bei dem Festgenommenen Alkoholgeruch fest. Nachdem der Mann jedoch einen Atemalkoholtest verweigert hatte, ordnete die Staatsanwaltschaft eine Blutprobenentnahme im Krankenhaus an.

Weitere Ermittlungen auf der Dienststelle ergaben, dass es sich um einen russischen Staatsangehörigen handelt, der nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Zudem war das von ihm geführte Fahrzeug weder zugelassen noch versichert. Des Weiteren hätte der 48-Jährige erst gar nicht in Deutschland sein dürfen, da er lediglich Aufenthaltsdokumente für Österreich besitzt.

Den Russen erwartet nun eine ganze Reihe von Anzeigen. Er wird sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in besonders schwerem Fall, Beleidigung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts, Führens eines Fahrzeugs ohne Pflichtversicherung, sowie Führens eines verbotenen Messers verantworten müssen. Falls das noch ausstehende Ergebnis der Blutentnahme positiv sein sollte, folgt obendrein noch eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.

Die Bundespolizisten führten den 48-Jährigen einer Richterin vor. Das Gericht ordnete Untersuchungshaft an.

fb/red 


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