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Unfallschwerpunkt wird beseitigt

Wonneberg. Das letzte noch nicht ausgebaute Teilstück der Staatsstraße 2105 zwischen Traunstein und Waging bei Wonneberg wird heuer ausgebaut. Die Ausschreibung läuft, in drei Wochen ist Angebotseröffnung und bereits im April, vielleicht schon im März, sofern es das Wetter erlaubt, soll mit den Arbeiten begonnen werden. Das berichtete der Leiter des Staatlichen Bauamtes, Sebald König, diese Woche in einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt.

Mitten in der Landschaft steht derzeit noch diese Brücke bei Weibhausen. Noch heuer wird die Staatsstraße in diesem Bereich verlegt und unter der Brücke durchgeleitet. Dank der Brücke können die Anlieger ihre landwirtschaftlichen Flächen nach dem Straßenbau gefahrlos erreichen.

Zur Hauptsaison soll das etwa ein Kilometer lange Teilstück befahrbar sein, ergänzte Josef Ederer, der beim Bauamt für die Planung dieses neuen Straßenabschnitts verantwortlich ist. Derzeit führt die Staatsstraße noch direkt an der Wohnbebauung in Weibhausen vorbei. Auf nur wenigen Hundert Metern, so erläuterte König anhand einer Karte, gibt es nicht weniger als elf Zufahrten aus Grundstücken, was ein Hauptgrund für die Unfallhäufigkeit in diesem Bereich ist. Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sein werden, wird die alte Staatsstraße zur Gemeindestraße herabgestuft.

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Bereits im Vorjahr wurde eine Brücke gebaut, unter der die Bauern künftig auf ihre Felder fahren können. Mancher, der von der Planung nichts weiß, schüttelt den Kopf, wenn er diese Brücke so allein in der Wiese stehen sieht. Für die Bauern ist sie jedoch von erheblicher Bedeutung, dass sie gefahrlos ihre Grundstücke erreichen, um sie bewirtschaften zu können. Bereits vor drei Jahren war das Teilstück der Staatsstraße bei Greinach fertiggestellt worden. Besonders freuen sich die Planer beim Staatlichen Bauamt, dass der Grunderwerb für das neue Straßenstück ausnahmslos auf freiwilliger Basis erfolgt ist. Mit diesem zweiten Bauabschnitt wird der Ausbau der Staatsstraße zwischen Traunstein und Waging abgeschlossen. Es wird dann auch für Radfahrer möglich sein, zwischen den beiden Orten zu fahren, ohne auf Teilstücken die viel befahrene Staatsstraße benutzen zu müssen.

Noch vor gut einem Jahrzehnt war die Staatsstraße Traunstein – Waging als »Todesstrecke« tituliert worden. Sie war ein ausgesprochener Unfallschwerpunkt im Landkreis Traunstein, dessen endgültige Beseitigung nun unmittelbar bevorsteht. -K.O.-