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Unglückliche Niederlage der zweiten Mannschaft

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Ringer des TSV Berchtesgaden II verlieren gegen SV Untergriesbach II 23:29
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Andreas Wendl (66 kg) war der stärkere Ringer und zeigte sehenswerte Techniken, wurde am Ende aber geschultert. (Foto: Alexander Wimmer)

Vor dem Hauptkampf am Samstagabend, bei dem der TSV Berchtesgaden das letzte Mal für diese Saison daheim auf der Matte stand, trat auch die zweite Mannschaft Berchtesgadens an – gegen den SV Untergriesbach II. Einige Kämpfe gingen unglücklich, wenn auch nicht weniger sehenswert, für die Berchtesgadener aus. Am Ende siegte die Mannschaft aus Niederbayern.


Die beiden Reservemannschaften hatten noch einmal alle Kräfte mobilisiert und konnten alle 14 Klassen besetzen. Wie immer in der Gruppenliga finden in den sieben Gewichtsklassen jeweils Begegnungen in beiden Stilarten statt: Los ging es mit der Klasse bis 57 kg, in der Lorenz Hasenknopf eine perfekte Leistung zeigte und seinen Gegner in Freistil wie auch im griechisch-römischen Stil schnell schultern konnte. Einen extrem fähigen Kontrahenten hatte dagegen Thomas Brandner (61 kg).

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Der Untergriesbacher hatte bis jetzt in jedem seiner Kämpfe in dieser Saison vier Punkte für die Mannschaft geholt, so auch heute: Zweimal musste Brandner die technische Überlegenheit seines versierten Gegners anerkennen.

Die dramatischsten Kämpfe des Samstagabends lieferte Andreas Wendl, zunächst in Griechisch-Römisch: Wendl war der erkennbar bessere Ringer und führte bereits 11:0, als er nach einem Kopfzug übertragen und beinahe geschultert wurde – wäre dann die Zeit der ersten Runde nicht aus gewesen, bevor der Schiedsrichter abklopfte. So waren er und die Zuschauer noch einmal mit einem Schrecken davongekommen und Wendl machte in der zweiten Runde stark weiter, kam beim Versuch eines Durchdrehers aber erneut in die gefährliche Lage und wurde diesmal endgültig auf die Schulter gelegt, wohlgemerkt mit 15:4 Punkten in Führung liegend. Im freien Stil konnte er in der gleichen Begegnung gut mitringen, aber er erlitt erneut eine unverdiente Schulterniederlage.

In 75 kg Freistil konnte Franz Hochreiter seine Kraft und Technik ausspielen und sehenswerte Aktionen zeigen: Er siegte nach Punkten 14:4 und holte aufgrund der Differenz drei Punkte nach Berchtesgaden. In 75 kg Griechisch-Römisch trat Benedikt Wendl für Berchtesgaden an und zeigte einen sehr starken Kampf, den er mit einer Schleuder, die für den Gegner auf den Schultern endete, krönte. Der ganze Mannschaftskampf war insgesamt ein Auf und Ab der Gefühle für die Zuschauer, die Führung wechselte mehrmals. Markus Graßl hatte in 86 kg Griechisch-Römisch ebenfalls einen unglücklichen Kampfverlauf.

Gegen einen starken Gegner gelangen Graßl tolle Aktionen wie eine Kopfrolle und kurz ergab sich sogar die Gelegenheit, den Kontrahenten zu schultern, doch dann wendete sich das Blatt und der Berchtesgadener wurde selbst geschultert. Sein Freistil-Kampf war dagegen wenig spektakulär. Gegen den Untergriesbacher gelangen ihm nur wenige Wertungen am Boden und Graßl erlitt so eine 0:6-Punktniederlage, die zwei Mannschaftspunkte für die Gäste bedeutete.

Stefan Rieder stand zweimal im Schwergewicht griechisch-römisch auf der Matte. Gegen einen starken Ringer der Gäste konnte Rieder wenig ausrichten und verlor so einmal technisch überlegen mit 0:16 und in der zweiten Begegnung mit 0:10 nach Punkten. Lukas Gruber hatte in dieser Hinsicht den angenehmeren Gegner im Schwergewicht Freistil: Er konnte zwei sehr schnelle Schultersiege erkämpfen und so acht Punkte zum Konto des TSV beitragen.

Zählte man dann alle Mannschaftspunkte zusammen, so kam man auf das Endergebnis von 23:29 für den SV Untergriesbach II. An einigen Punkten wäre eventuell noch mehr für die Berchtesgadener zu holen gewesen, die durchaus gute Chancen hatten, Untergriesbach zu besiegen. Nun gilt es jedoch, den Blick nach vorne zu richten. Während die erste Mannschaft am kommenden Samstag noch ihren letzten Kampf auswärts austragen wird, hat die zweite Mannschaft diese Saison in der Gruppenliga Süd bereits abgeschlossen. Alexander Wimmer

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