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Unterschiedliche Zufriedenheit bei den Fußballern

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Jetzt ruht der Ball erst einmal. Die Fußballer widmen sich dem Skifahren und dem Skibergsteigen, ehe ab dem 22. März 2014 die Kugel im heimischen Fußball wieder rollt. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden – Die Fußballsaison ist gelaufen. Nach knapp zwei Dritteln aller Spiele zeichnen sich bei den acht an der Verbandsrunde teilnehmenden heimischen Fußballmannschaften klare Tendenzen ab. So herrscht bei der SG Schönau, beim TSV Berchtesgaden und bei der SG Scheffau-Schellenberg große Zufriedenheit, während beim FC Bischofswiesen und dem FC Ramsau im Winter die Weichen neu gestellt werden müssen. Ansonsten kicken in der nächsten Saison drei Teams eine Klasse tiefer.


Der Fußballchef der SG Schönau, Hans Stöckl, zeigt sich zur Winterpause mit dem bisherigen Abschneiden seiner Seniorenmannschaften sehr zufrieden. Die 1. Mannschaft liegt nur drei Punkte hinter dem TSV Kastl an der zweiten Stelle und spielt laut Stöckl eine starke Saison. Noch ist die Mannschaft sogar auf Titelkurs, im Frühjahr geht es noch einmal voll zur Sache. Gerüchte, dass die SG Schönau gar nicht aufsteigen wolle, dementierte jetzt Hans Stöckl. »Das stimmt nicht«, so Stöckl, der selbst fünf Jahre in der Bezirksliga spielte und als einer der besten Torjäger weit und breit galt.

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Die 2. Mannschaft sei nach einem schwachen Start immer konstanter geworden, so Stöckl, der die Trainer Alfons Aschauer und Thomas Meißner besonders lobt: »Beide leisten ausgezeichnete Arbeit. Es gelingt den beiden auch immer wieder, junge Spieler in die Teams zu integrieren. Zuversichtlich stimmt mich auch die hervorragende Kameradschaft in allen Mannschaftsteilen«, freut sich Stöckl.

Sand im Getriebe

Weniger gut lief es in letzter Zeit beim langjährigen Vorzeigeclub FC Bischofswiesen. Während sich der Abstieg aus der Bezirksliga bereits 2012 angedeutet hatte, sei die Vorrunde der diesjährigen Meisterschaft in der Kreisliga mehr als enttäuschend verlaufen, erklärt FCB-Vorstand Werner Schwab. So sei auch das gesteckte Ziel, einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen, schon nach dem Ende der Herbstrunde nicht mehr erreicht worden. »Der Aderlass bezirksligatauglicher Spieler in den letzten beiden Jahren war zu groß. Die talentierten jungen Spieler konnten das hinterlassene Loch nicht schließen. Nüchtern ist festzustellen, dass sich die gesamte Mannschaft in keiner Weise, wie erhofft, verbessert hat. Man muss nach den letzten Debakelniederlagen vielmehr eingestehen, dass eher eine Verschlechterung eingetreten ist, » erklärt Schwab in aller Deutlichkeit.

Der FCB-Vorstand kündigt an, dass sich die Verantwortlichen zusammensetzen und überlegen müssten, was falsch gelaufen sei. Vor allem gelte es jetzt, darüber zu beraten, wie man vieles besser machen könne. »Die neue Zielsetzung muss Klassenerhalt heißen, wobei man diesen wohl nur noch über die Relegation erreichen kann«, sagt Schwab. Durch die Verletztenmisere in der 1. Mannschaft litt auch die Reserve, die daher auch mitten im Abstiegskampf steckt. »Auch hier muss das Ziel Klassenerhalt heißen«, fordert Schwab.

Topkameradschaft beim TSV Berchtesgaden

Bei der 1. Mannschaft des TSV Berchtesgaden lautete nach dem unglücklichen Abstieg aus der Kreisliga das Saisonziel, im oberen Drittel der Tabelle dabei zu sein. Dieses Vorhaben hat das Team um Trainer Richard Hartmann mit dem Gewinn des Herbstmeistertitels auch geschafft. »In unseren Seniorenmannschaften herrscht eine Top-Kameradschaft«, freut sich Trainer Richard Hartmann.

Weil in der Kreisklasse 4 gleich vier Mannschaften seriös um den 2. Tabellenrang und damit um das Erreichen der Aufstiegsspiele in die Kreisliga kämpfen, reichten die unerwartete 1:4-Heimniederlage gegen Grabenstätt und das 2:6 von Inzell dazu aus, dass der TSV Berchtesgaden an die 4. Stelle zurückgefallen ist. Grund für die Niederlagen war auch eine Verletztenmisere. Gleich an mehreren Spieltagen fehlten Marke Brazina, Oliver Czismadia, Christian Pilz, Talha Gökbayrak, Sebastian Hofmann und Christian Lindner.

Das erklärte Ziel des TSV Berchtesgaden ist es, den 2. Platz zu erreichen und dann in zwei Relegationsspielen wiederum den Aufstieg in die Kreisliga zu schaffen. Die Relegationsrunde wird auf neutralem Platz ausgespielt, wer zweimal gewinnt, hat sein Ziel erreicht.

So erfolgreich wie noch nie spielt die 2. Mannschaft des TSV Berchtesgaden, die an der 1. Tabellenstelle thront und gute Aussichten hat, erstmals aufzusteigen. Vorausgesetzt natürlich, die gute Performance hält auch im kommenden Frühjahr an.

Sorgen plagen den Vorstand des FC Ramsau, Andreas Vogl. Durch viele verletzte Spieler konnte der Ramsauer Fußballclub in keinem Spiel komplett auflaufen. Und so findet sich das Team nicht weit von den Abstiegsplätzen entfernt wieder. Im Frühjahr werden große Anstrengungen nötig sein, um die Klasse zu halten.

Dagegen darf man auf der Scheffau auch weiterhin vom Aufstieg träumen. Nach mehreren vergeblichen Anläufen wollte bei der SG Scheffau-Schellenberg keiner mehr etwas von einem Aufstieg hören. Doch spätestens seit dieser Saison ist die B-Klasse wieder ein Thema. Die SG bot ihren Anhängern nämlich viele gute Spiele, Vorstand Ivo König zeigt sich mit seinen Mannen sehr zufrieden. »Natürlich kann man vom Aufstieg sprechen, aber noch liegt die Frühjahrsrunde mit sieben Spielen vor uns«, erklärt König dazu. Christian Wechslinger