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Unterwegs auf Traunreuts Kulturpfaden

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Magnus von Habsberg ließ den Rathausplatz in Flammen aufgehen. (Foto: A. Heinrich)

Traunreut – An 14 Stationen in und um Traunreut gab es bei der fünften Kulturnacht Kunst und Kulturgenüsse in unterschiedlichster Kulisse. Alles zu sehen, war für die Besucher aus zeitlichen Gründen gar nicht möglich, doch was an den einzelnen Stationen zu erleben war, das war wirklich schön.


Bei der Eröffnung im Museum DASMAXIMUM betonte der Vorsitzende der ARGE-Werbegemeinschaft, Wilhelm Schneider, dass das Ziel der Kulturnacht bereits erreicht sei: »Wählen Sie sich ihren eigenen Kunstpfad für diese Nacht. Genießen Sie abendliches Einkaufen im Einklang mit Kunst und Kultur.« Bürgermeister und Schirmherr Klaus Ritter richtete bei seiner Begrüßungsrede den Blick über die Stadtgrenze hinaus: »Wichtig ist ein interkommunales, sich gegenseitig bereicherndes Zusammenwirken in der Kultur«, so Ritter.

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Dass nach langer Schlechtwetterperiode die Sonne über dem Rathausplatz schien, auf dem sich eine Vielzahl von Veranstaltungen abspielte, war fast ein Wunder. Imposante Bläserklänge der Traunwalchner Jungbläser bekamen von den Häuserfassaden am Rathausplatz schallkräftigen Rückhall und vom Publikum reichlich Applaus, Tanzgruppen der Tanzschule Heartbeat zeigten ihr großes Talent: Die »Small Group« der »Riddim Cubes« hat sich heuer den ersten Platz bei der Europameisterschaft ertanzt. Die Austropop-Band Austrix machte bis in die Nacht mit flotter Musik Feier- und Tanz-Laune und Magnus von Habsberg ließ den Rathausplatz bei seiner beeindruckenden Feuershow »in Flammen aufgehen«.

Theatralisch und literarisch wurde es im Heimathaus mit drei Schauspielern des Theaterchens »O«: »Marx & Engels intim«, gelesen von Clara Johannes, Simon Müller und Klaus Bierdimpfel, ist ein irritierend schockierender Briefwechsel zwischen Karl Marx und Friedrich Engels, der belegt, was diese beiden Persönlichkeiten wirklich dachten. Auch in einigen Geschäften gab es ein Unterhaltungsprogramm: So trat unter anderem Jakob Linner auf und man konnte Bilder von Franz Heigl bewundern.

Nicht mehr fußläufig zu erreichen, aber dennoch einen Besuch wert war das Konzert der »Heavy Boys« in der Theaterfabrik: Bekannte Hits, die Lust zum Mitsingen machten. In Traunwalchen war der Musikernachwuchs der Stadt mit dem Jahreskonzert der Sing- und Musizierschule Traunwalchen in der Carl-Orff-Grundschule vertreten und erfreute die Zuhörer mit tollen musikalischen Darbietungen.

Außerdem lockten zwei historienträchtige Schlösser zur Besichtigung: In der Höhlenburg Stein und im Schloss Pertenstein gab es in mehreren Führungen geschichtliche Ein- und Ausblicke aus längst vergangener Zeit. Im Café am Schloss war eine musikalisch begleitete Amerika-Reisebeschreibung von Georg Huber zu erleben. Ein Exklusiv-Konzert in der Schlosskapelle St. Anna mit Dr. Christian Namberger an der Orgel, dazu geistliche Werke in großartigen Gesängen der Chorfreunde Traunwalchen und eine Lesung bei Kerzenschein von Toni Stadelmann über die Grafen zu Toerring rundeten die Kulturnacht stilvoll ab und brachten so mit ruhiger und stimmungsvoller Musik zur inneren Einkehr. Die jungen Besucher mit unermüdlichem Tanz- und Feierdrang konnten noch bis zum Morgengrauen in der Disco Cube schöne Stunden verbringen.

Organisator Muk Heigl freute sich über die guten Besucherzahlen und die durchwegs zufriedenen und kulturell bereicherten Gäste der Kulturnacht. bene

 

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