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US-Rapper Common setzt auf die Liebe

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Common rappt gegen den Hass an. Foto: Philip Dethlefs Foto: dpa

US-Rapper Common ist auch als Schauspieler, Autor, Aktivist und Redner viel beschäftigt. Bei der Produktion seines neuen Albums konnte sich der 47-Jährige mal wieder auf die Musik konzentrieren.


London (dpa) - US-Rapper Common (»I Used to Love HER«) ist auch mit anderen Dingen stark beschäftigt - als Schauspieler, Autor, Aktivist und Redner. Während der Produktion seines neuen Albums »Let Love« konnte sich der 47-Jährige aber voll auf die Musik konzentrieren.

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»Dafür bin ich sehr dankbar«, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in London. »Ich hab zu der Zeit nicht versucht, an irgendeinem Film mitzuwirken, und mich auch sonst nicht um viel anderes Zeug gekümmert.«

Der Albumtitel ist die Kurzform von »Let Love Have The Last Word«. So heißt Commons im Mai erschienene Autobiografie, die Inspiration für die meisten Songs des neuen Albums war. Die Liebe, so glaubt der Rapper, sei die Antwort auf viele Probleme der Gegenwart. »Wie schon Marvin Gaye sagte: Nur Liebe kann den Hass besiegen«, erklärt Common. »Das Wort zu sagen, ist aber nicht genug, es braucht auch Taten.«

In »Good Morning Love« lobt Common die #MeToo-Bewegung, »weil diese Welt unbalanciert ist, wenn wir keine Gleichberechtigung für Frauen haben«. Er räumt ein, dass das Wort »bitches« (Schlampen) im Hip-Hop verbreitet ist. »Das will ich nicht abstreiten«, sagt er, aber: »Die Hip-Hop-Kultur hat immer auch Frauen in den Vordergrund gestellt.«

Der Song »HER Love« beschreibt Commons Liebe zur Musik. »HER« steht für »Hip-Hop in its Essence and Real« (Hip-Hop in seiner Essenz und Echtheit), wie Common es 1994 in seinem genre-kritischen Klassiker »I Used To Love HER« besungen hat, der damals einen öffentlichen Streit mit Rapper Ice Cube entfachte. Inzwischen sind die beiden Kumpels.

»Ich sehe, wie sich Hip-Hop entwickelt und verändert«, sagt Common heute. »Die Kultur liebe ich jederzeit, aber mir gefällt nicht immer, wo die Musik gerade steht.« Mit »HER Love« wolle er ausdrücken, »wie wertvoll Hip-Hop bisher für mein Leben war, wie kraftvoll es ist und wie dankbar ich der Kultur bin«.

Nach der Veröffentlichung des Albums gibt Common im September zwei Konzerte in Deutschland. Und ab November ist er im Thriller »The Informer« wieder im Kino zu sehen.

Konzerte: 15. September - Köln, Carlswerk, 16. September - Berlin, Astra

Website Common