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Die Stadt hat die Sicherheit auf den Wegen zur Kindertagesstätte »Himmelszelt« (rechts) und zur »KinderGärtnerei« an der Vonfichtstraße erhöht. (Foto: Pültz)

Verbesserte Sicherheit auf den Wegen zu den Kitas an der Vonfichtstraße – »Sehr positive Rückmeldungen« aus den Reihen der Eltern

Traunstein – Die Gehwegabsenkungen und Fahrbahnmarkierungen, die die Stadt an der Vonfichtstraße auf Höhe der Kindertagesstätten »Himmelszelt« und »KinderGärtnerei« angebracht hat, sorgen für Freude und Erleichterung in den Reihen der Eltern. Im Stadtrat sprach Dr. Patrick Nepper (Bündnis 90/Die Grünen) von »sehr positiven Rückmeldungen«. Im vergangenen Jahr hatte er angeregt, die Sicherheit auf den Wegen zu erhöhen.


Viele Wortmeldungen erfolgten, nachdem Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) in der jüngsten Stadtratssitzung den Tagesordnungspunkt Wünsche und Anregungen aufgerufen hatte. Nepper freute sich, dass die Stadt seinen Anregungen nachgekommen sei und für Verbesserungen an der Vonfichtstraße gesorgt habe. Nepper fragte an, ob denn die beiden Pflanztröge, die auf einer Straßenseite stehen, auf beide Ränder verteilt werden können. In diesem Fall sei dann das Gerade-Durchfahren in beiden Richtungen erschwert. Auch wollte er wissen, ob denn ein stationärer Blitzer zur Kontrolle der Geschwindigkeit der Fahrzeuge aufgestellt werden kann.

»Ein stationärer Blitzer wird von der Polizei vehement abgelehnt«, entgegnete Hümmer. »Da führt gar kein Weg hin.« Über die Anordnung der Pflanztröge sei noch einmal nachzudenken.

Andreas Kaiser (CSU) erinnerte an den Feuerwehreinsatz am 13. Juli an der Industriestraße. Gefahrgut aus Fässern war damals ausgetreten, zwölf Verletzte waren zu betreuen. Der Feuerwehrreferent sagte, dass er »ein bisschen was klarstellen« wolle. Die Feuerwehrdienstleistenden in Traunstein seien fast ausnahmslos – bis auf wenige, die etwa als Gerätewarte hauptamtlich angestellt sind – ehrenamtlich unterwegs.

Feuerwehrler »absolut zu Unrecht beschimpft«

»Bei dem Einsatz ging’s um einen Gefahrgutaustritt – und da liegt der Fokus in der ersten Linie darauf, dass man absperrt, Menschen rettet und die Gefahrenabwehr sicherstellt«. Die Feuerwehr habe sich der Kritik ausgesetzt gesehen, nicht jeden gleich informiert zu haben. Doch sie habe mit der Stadt Traunstein vereinbart, dass man die Pressemeldungen einheitlich herausgibt – »und das ist bei einem solchen Einsatz auch gängige Praxis«. Die Feuerwehrler seien »absolut zu Unrecht beschimpft« worden. Dass den Feuerwehrdienstleistenden ein »Maulkorb verpasst« worden sei, sei »absolut nicht der Fall« gewesen.

Auch sagte Kaiser in diesem Zusammenhang, dass die Industriestraße – was ihre Lage betreffe – für so einen Einsatz, wie er am 13. Juli erforderlich war, »suboptimal« sei. Durch die Sackgasse seien »die Handlungsräume sehr eingeschränkt«.

»... dann gnade uns Gott«

»Natürlich ist diese Sackgassensituation ein erhebliches Sicherheitsrisiko«, meinte Oberbürgermeister Hümmer. Dieses Thema werde dann an anderer Stelle noch einmal zu debattieren sein. Vom Stadtbrandinspekteur und anderen Sicherheitskräften werde immer wieder angemahnt, Verbesserungen vorzunehmen. »Wenn diese Sackgasse einmal nicht zugänglich sein sollte, dann gnade uns Gott«. Der Oberbürgermeister sah einen »dringenden Handlungsbedarf«. Und er sagte weiter, dass keine Rede davon sein könne, »dass wir als Verwaltung einen Maulkorb für die die Einsatzkräfte erlassen hätten. Das ist nicht der Fall.« Und Hümmer weiter: »Ich habe das noch nie getan und ich werde das auch nie tun. Wir haben einfach nur gesagt, dass wir es koordiniert über unsere Pressestelle herausgeben. Nichts anderes war der Fall.«

Ausgehend vom Feuerwehreinsatz am 13. Juli kritisierte dritter Bürgermeister Sepp Kaiser (UW), dass das Industriegebiet immer noch keine weitere Zufahrt erhalten habe. »Wir haben einen fertigen Anschlussplan für eine Erschließung der Industriestraße von Norden.« Er liege seit Jahr und Tag irgendwo in irgendwelchen Schubladen. Vorschläge seien damals auf den Tisch gekommen, die Haselmaus habe der Stadt dann aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Feuerwehreinsatz am 13. Juli sei ein Fingerzeig gewesen, diesen Plan jetzt wieder aus der Schublade zu holen. Viele Jahre seien schon vergangen, »seitdem wir der Haselmaus gesagt haben, sie soll doch bitteschön umziehen«.

KSK sucht Raum für ihre Kanone

Der dritte Bürgermeister berichtete weiter, dass die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Kammer mit dem Abriss des Lehrerhäuschens in Kammer die Unterstellmöglichkeit für ihre Kanone verloren habe. Die KSK benötige dringend eine Fertiggarage oder etwas anderes.

Kämmerer Reinhold Dendorfer führte aus, eine Idee sei, dass man im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Turnhalle in Kammer eine Möglichkeit schafft, die Kanone nahe bei der Kirche unterzubringen. Nach seinen Kenntnissen sei sie derzeit in Absprache mit der Führung des Vereins ordnungsgemäß untergebracht.