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Foto: Pixabay/Symbolbild

Verbesserung bei Entwässerung für Grabenstätt und Übersee

Übersee – Die Entwässerung der Gemeinde Übersee über den Mittermoos- und Lindbodengraben ist zukünftig sichergestellt. Auch für den Ablauf des Mühlbachs in Grabenstätt in die Hirschauer Bucht zeichnet sich eine deutliche Verbesserung ab, meldet das Büro des Landtagsabgeordneten Klaus Steiner in einer Pressemitteilung. Das sei das Ergebnis eines Abschlussgesprächs im Gasthof Feldwies in Übersee zwischen Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde, der zuständigen Wasser- und Bodenverbände, des Wasserwirtschaftsamts Traunstein, der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung sowie den Bürgermeistern der Gemeinden Übersee und Grabenstätt mit Klaus Steiner.


Vorausgegangen waren mehrere Gespräche und Ortstermine zwischen den Beteiligten, in denen die Problematik der Entwässerung der beiden Gemeinden erörtert wurde. Hintergrund der Gesprächsreihe, die von Steiner initiiert worden war, ist die zunehmende Verlandung der Hirschauer Bucht. Dadurch werde der Abfluss des sogenannten Mittermoos- beziehungsweise Lindbodengrabens in Übersee immer mehr beeinträchtigt. Dies habe erhebliche Auswirkungen auf die Entwässerung von Ortsteilen, Gewerbegebieten, der Autobahn A8 und der Bahnstrecke München-Salzburg.

In Grabenstätt gehe es um den ungehinderten Abfluss des Mühlbachs, der ebenfalls in die Hirschauer Bucht mündet, heißt es weiter. Grabenstätts Bürgermeister Gerhard Wirnshofer sagte dazu: »Wir wollen wenigstens alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den ungehinderten Abfluss des Mühlbachs zu gewährleisten, gerade vor dem Hintergrund von Starkregenereignissen, die sich sehr negativ in der Gemeinde Grabenstätt auswirken.«

»Seit Jahren bereitet die zunehmende Verlandung des Chiemsees im Bereich des Achendeltas und der Hirschauer Bucht den Gemeinden Grabenstätt und Übersee sowie den zuständigen Wasser- und Bodenverbänden, die für den Erhalt einer ordnungsgemäßen Entwässerung in diesem Bereich zuständig sind, große Sorgen«, so Klaus Steiner.

Besonderer Schutzstatus des Achendeltas

Bisher waren entsprechende Maßnahmen zur Freihaltung der Mündung der Gräben in der Hirschauer Bucht wegen des besonderen Schutzstatus des Achendeltas nicht möglich. Jetzt konnte mit den zuständigen Stellen eine Einigung erzielt werden, um punktuell im Winter entsprechende Pflegemaßnahmen durchführen zu können.

Übersees Bürgermeister Herbert Strauch zeigte sich erfreut, dass jetzt eine Einigung der beteiligten Stellen erzielt werden konnte. Auch für die Gemeinde Grabenstätt sind die Gespräche nach Ansicht von Wirnshofer positiv verlaufen. Allerdings müsse noch ein Plan über das konkrete Vorgehen am Mühlbach im Bereich der Hirschauer Bucht mit der Unteren Naturschutzbehörde erarbeitet werden.

Verlandung ein natürlicher Prozess

Der Leiter des Wasserwirtschaftsamts Traunstein, Walter Raith, wies erneut darauf hin, dass die Verlandung des Chiemsees ein natürlicher Prozess sei, der bereits seit Jahrhunderten anhalte. »Die Alpen tragen sich ab, das ist ein erdgeschichtlicher Vorgang, der sich nicht aufhalten lässt.« Technische Maßnahmen, wie die Entnahme von Kies an der sogenannten Kiesfalle, hätten eine positive Wirkung, jedoch könnten damit nicht die 300 000 Kubikmeter Schwebstoffe erfasst werden, die sich jährlich im Achendelta absetzen und die wesentliche Ursache für die Verlandung des Chiemsees in diesem Bereich seien.

Positiv äußerte sich Josef Kreuz, Vorsitzender der Entwässerungsgenossenschaft »Lindbodengraben«: »Wir haben jetzt nach vielen Jahren endlich Rechtssicherheit und die Möglichkeit, entsprechende Maßnahmen durchführen zu können.«

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