Verfolgungsjagd über A93 und A8 endet mit Unfall

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Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Rosenheim/A93/A8 – Zu einer spektakulären, grenzübergreifenden Verfolgungsjagd kam es am Donnerstag, 5. August, bei dem ein Mann mit seinem Audi die Grenzkontrollstelle Kiefersfelden durchbrach und sich ein Autorennen mit der Polizei lieferte.


Ein männlicher Fahrzeugführer durchfuhr gegen 17 Uhr mit einem Audi Q5 die Kontrollstelle der Bundespolizei am Autobahngrenzübergang Kiefersfelden und flüchtete anschließend mit stark überhöhter Geschwindigkeit über die Inntalautobahn A93 Richtung Rosenheim. Wegen einer Verkehrsunfallflucht in Österreich wurde der Mann bereits von mehreren Streifen der österreichischen Polizei verfolgt, welchen sich die Bundespolizei sowie wenig später Kräfte der Verkehrspolizei Rosenheim, der Grenzpolizei Raubling und der Polizei Brannenburg auf deutscher Seite anschlossen.

Aufgrund der halsbrecherischen Fahrweise verloren die Streifen das Fahrzeug auf der A93 zunächst aus den Augen. Kurz darauf beobachtete eine Streife der Grenzpolizei, wie der Fahrer auf der A8 an der Rastanlage Samerberg Süd das Fahrzeug betanken wollte. Als er die Beamten bemerkte, trat er erneut in ähnlicher Weise die Flucht in Richtung Salzburg an, während die Einsatzkräfte erneut die Verfolgung aufnahmen. Diese endete kurz nach der Anschlussstelle Achenmühle, als der Flüchtige im dichten Verkehr zunächst das Auto eines 55-Jährigen aus dem Berchtesgadener Land streifte und anschließend frontal in einen Kleintransporter Iveco eines 56-Jährigen aus Maisach prallte und noch einen polnischen Sattelzug leicht touchierte. Die Beamten konnten den Mann festnehmen.

Die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim übernahm zuständigkeitshalber die Unfallaufnahme und die weitere Sachbearbeitung. Durch den Unfall wurden der Fahrer selbst sowie der Fahrer des Kleintransporters leicht verletzt und mussten zur weiteren Behandlung in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme und die Bergung der Fahrzeuge wurde die A8 in Richtung Salzburg an der Unfallstelle bis 19 Uhr komplett gesperrt. Der Verkehr wurde durch die Bundespolizei und die Autobahnmeisterei Rosenheim an den Anschlussstellen ausgeleitet. An der Unfallstelle befanden sich zusätzlich die Feuerwehren Rohrdorf und Raubling zu Reinigungsarbeiten. Aufgrund des hohen Reiseverkehrs kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn und den Umleitungsstrecken.

Der Fahrer des Audi wird sich wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, illegalem Kraftfahrzeugrennen, fahrlässiger Körperverletzung und mehreren Verstößen nach der Straßenverkehrsordnung verantworten müssen. Die zuständige Staatsanwaltschaft stellte aufgrund dessen Haftantrag gegen den Raser.

Wie weitere Ermittlungen ergaben, wurde das Fahrzeug des Flüchtenden, ein Audi Q5, am Vortag in Italien gestohlen.

Der Beschuldigte wurde am Freitagmittag beim zuständigen Amtsgericht vorgeführt. Dabei wurde der Haftantrag der Staatsanwaltschaft richterlich bestätigt. Anschließend wurde der Mann einer Justizvollzugsanstalt überstellt.

Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall geben können, geschädigt oder gefährdet wurden, werden gebeten sich telefonisch bei der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim unter Telefon 08035 9068-0 zu melden.

fb/red