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Verletzte Skitourengeherin vom Irlberg gerettet – Große Suchaktion nach vermisstem Handy

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Foto: Leitner, BRK BGL

Anger – Eine einheimische Skitourengeherin, die sich bei ihrer Abfahrt vom Irlberg bei Anger am Knie verletzt hatte, wurde am Sonntag von Bergrettern der Bergwacht Teisendorf-Anger gerettet. Daneben waren die heimischen Einsatzkräfte für viele weitere Verletzte in den Wintersportgebieten im Einsatz.

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Mehrere Bergwachtleute waren gerade bei einem Lawinen-Präventionskurs für Winterbergsteiger an der nahen Fürmannalm, als sie gegen 13 Uhr auf die verletzte 27-Jährige aufmerksam wurden.

Sie leisteten der Frau Erste Hilfe und forderten bei der Leitstelle Traunstein die Bergwacht Teisendorf-Anger nach. Die Retter brachten die Verletzte mit einer Universaltrage und Skiern aus dem Hang zur befestigten Straße und übergaben sie an eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes, die sie anschließend in die Kreisklinik Bad Reichenhall einlieferte.

Vermisstes Handy bei Neukirchen gesucht

Kurz zuvor suchte die Bergwacht Bad Reichenhall mit einem Halbleiter-Suchgerät auf dem schneebefüllten Parkplatz in Neukirchen zwischen der Dorfstraße und dem Pfarrhofweg nach dem vermissten Handy eines Ehrenamtlichen, der mit dem Technischen Hilfswerk (THW) Erding dort beim Abschaufeln von Dächern im Einsatz war und sein Gerät mit wichtigen Daten vermeintlich in diesem Bereich verloren hatte. Das THW hatte öffentlich zur Mithilfe bei der Suche aufgerufen.

Leider konnten auch die Ehrenamtlichen der Bergwacht das Mobiltelefon trotz intensiver Suche nicht orten. Das RECCO-System zur Suche nach Lawinen-Verschütteten arbeitet mit passiven Reflektoren (Halbleiter wie in elektronischen Geräten) und aktiven Suchgeräten nach dem Prinzip des Harmonischen-Radars. Die Reflektoren benötigen keine eigene Energieversorgung und können daher kostengünstig in Wintersportbekleidung und -ausrüstung eingebaut werden.

Das System basiert auf dem Prinzip der Frequenzverdopplung durch eine Halbleiterdiode, wie sie zum Beispiel in Handys vorkommt. Die maximale Reichweite des RECCO-Systems beträgt laut Hersteller 200 Meter an der Oberfläche und 30 Meter bei der Suche im Schnee. Das Suchsystem kann von Hubschraubern aus eingesetzt werden. Vom Suchgerät werden Funksignale ausgesendet, die von den Halbleitern zurückgeworfen werden

Weitere Einsätze für verletzte Wintersportler

Darüber hinaus waren die Bergwachten im Berchtesgadener Land und der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes während der vergangenen Tage mehrmals in den aufgrund der sehr guten Schneeverhältnisse gut besuchten heimischen Skigebieten am Götschen, am Hochschwarzeck, am Jenner, am Roßfeld und am Obersalzberg gefordert, um verletzte Wintersportler zu versorgen und abzutransportieren. red/BRK BGL