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Vertragsunterzeichnung im AlpenCongress

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Der Präsident des Organisationskomitees der 4. CISM Weltwinterspiele, Generalleutnant Peter Bohrer, und der Präsident der CISM, Oberst Hervé Piccirillo, unterzeichneten den Ausrichtervertrag zwischen CISM und der Bundeswehr. (Foto: Wechslinger)
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Vorgestellt: Das Logo der »World Winter Games«.

Berchtesgaden – Unter dem Motto »Freundschaft durch Sport« führt die Bundeswehr in zwei Jahren die 4. World Winter Games des internationalen Militärsportverbandes »Conseil International du Sport Militaire (CISM)« durch. Am Donnerstag unterzeichneten Vertreter des Militärs den Ausrichtervertrag im AlpenCongress.


Dem CISM-Verband sind 138 Nationen angeschlossen. Bei der Großveranstaltung im Jahr 2021 sollen rund 1 500 Soldatinnen und Soldaten aus 40 Nationen und von vier Kontinenten in Berchtesgaden und in Ruhpolding um sportliche Siege kämpfen. Unter den Teilnehmern werden auch mehrere Weltklasseaktive sein, die den jeweiligen Armeen angehören. Noch bis Montag tagt das CISM-Präsidium in Berchtesgaden.

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Offizielle Eröffnung

Zur feierlichen Eröffnung des »CISM Board of Directors« mit Unterzeichnung des Ausrichtervertrags für die World Winter Games brachten Soldaten die Truppenfahnen Deutschlands und die CISM-Fahne in den Kleinen Saal des AlpenConress. Das Blechbläser-Ensemble des Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr spielte die deutsche Nationalhymne und die CISM-Hymne.

CISM-Präsident Oberst Hervé Piccirillo aus Frankreich ist erfreut, dass die Gemeinden die Gastgeberrolle übernehmen und sich bereit zeigen, die Spiele unter den besten Bedingungen organisieren zu wollen. Der Präsident des Organisationskomitees der 4. CISM-Weltwinterspiele, Generalleutnant Peter Bohrer: »Die Bundeswehr freut sich, die Gastfreundschaft, welche die deutschen Soldaten bei den bisherigen CISM-Winterspielen in Italien, Frankreich und Russland erleben durften, zurückgeben zu können und sich als würdiger Gastgeber zu präsentieren.«

Gleichzeitig würden solche Großveranstaltungen zu einem Näherrücken zwischen Militär und Bevölkerung führen. Bei einem solchen Ereignis , so der General, könne sich die Bundeswehr auch außerhalb der Kaserne präsentieren. »Kommen Sie zu uns, lernen Sie unser Land und unsere Kultur kennen und fühlen Sie sich wohl«, schloss Bohrer.

Gutes Verhältnis

Berchtesgaden sei stolz darauf, diese Militär-Weltmeisterschaften zusammen mit Ruhpolding und Inzell durchführen zu können, betonte Marktbürgermeister Franz Rasp. Er ging auch auf das gute Verhältnis der heimischen Bevölkerung zum Gebirgsjägerbataillon 232 in der Strub ein. Beim Schneechaos vor einigen Wochen hätten die Soldaten der Bundeswehr mitgeholfen, der Schneemassen Herr zu werden. Vom 23. bis 28. März 2021 habe man die Gelegenheit, den Militärs etwas zurückzugeben, so Rasp, der darauf hinwies, dass die gesamte Region bereits mehrere Sportgroßveranstaltungen sehr erfolgreich durchgeführt habe.

»Wir freuen aus auf die Militärs mit ihren Spielen 2021«, sagte Rasp in englischer Sprache. Der dritte Bürgermeister von Ruhpolding, Hermann Feil, schloss sich den Worten seines Vorredners an und bezeichnete gerade die Biathlon-Hochburg Ruhpolding als prädestiniert für eine derartige Veranstaltung.

Die CISM-Winterspiele werden in der Region Berchtesgaden, Inzell und Ruhpolding ausgetragen und umfassen die Sportarten Ski alpin und nordisch, Snowboard, Ski-Orientierung und Skipatrouille, Crosslauf und Biathlon sowie erstmalig eine Klasse für Soldaten mit körperlicher oder psychischer Behinderung.

Im Anschluss an die Reden unterzeichneten Generalleutnant Peter Bohrer und der Präsident der CISM, Oberst Hervé Piccirillo, feierlich den Ausrichtervertrag zwischen CISM und der Bundeswehr. Danach wurde das offizielle Logo der 4. CISM World Winter Games in Deutschland enthüllt. Christian Wechslinger