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Vettel sehnt Heimsieg herbei: »Motivation ist hoch«

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Sebastian Vettel
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Dehmütig in Hockenheim: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel. Foto: Jan Woitas Foto: dpa

Sebastian Vettel hat weiterhin Lust auf Motorsport. Das beteuert der Ferrari-Star vor seinem Heimrennen in Hockenheim. Er will seinen Premierenerfolg unweit seines Geburtsorts. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hat etwas dagegen.


Hockenheim (dpa) - In seinem mattgrauen Edelflitzer sorgte Sebastian Vettel auf dem Hockenheimring für einen ersten Hingucker. Eine erfolgreiche PS-Show will der Ferrari-Star auch auf der Jagd nach seinem ersten Triumph beim Formel-1-Heimrennen in Nordbaden am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) abliefern. Mit ungebrochener Lust am Rennfahren will sich Vettel der Krise der Scuderia entgegenstemmen.

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»Ich liebe es, Rennen zu fahren. Die Wagen sind die schnellsten, die es gibt. Die Freude, die ich aus dem Rennfahren ziehe, ist ungebrochen. Die Motivation ist hoch, es mit Ferrari zu schaffen«, versicherte Vettel am Donnerstag, nachdem er in einem Ferrari-Sportwagen mit Vater Norbert auf dem Beifahrersitz das Fahrerlager angesteuert hatte. Am Abend zuvor war er noch bei einem entspannten Abendessen mit seinem Team gewesen.

Trotz einer Durststrecke von bis dato 333 Tagen ohne Sieg glaubt der viermalige Weltmeister an eine Wende im Kampf gegen die übermächtigen Silberpfeile. »Es fühlt sich nicht wie eine Bürde an, sondern wie ein Privileg, für Ferrari zu fahren. Meine Mission und die des Teams ist es, auf die Siegerstraße zurückzukehren«, betonte er. »Wenn uns das gelingt, haben wir wieder bessere Chancen im Kampf um die Weltmeisterschaft.«

Die WM ist das Ziel der Ziele für Vettel und Ferrari. In seinem fünften Jahr will der Hesse wie einst sein Idol Michael Schumacher endlich erstmals mit den Italienern triumphieren. Sein Premierensieg auf dem Hockenheimring wäre da zumindest ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die WM in ganz weite Ferne gerückt ist.

»Ich will natürlich gewinnen, ich muss aber realistisch sein. Ich habe nicht den Eindruck, dass wir die Favoriten sind. Wir haben aber eine Chance. Das Ziel ist es, es gut zu machen«, sagte Vettel. In der vergangenen Saison rutschte er 15 Runden vor dem Ende in Führung liegend nach einem Fahrfehler in der Sachskurve von der nassen Strecke und musste seine Hoffnungen auf den Heimsieg begraben. »Das Ergebnis war nicht toll, aber insgesamt war das Wochenende fantastisch. Hoffentlich können wir etwas ähnliches hinbekommen«, sagte Vettel.

Zweifel an einem Comeback seines Rivalen hat Weltmeister Lewis Hamilton nicht. »Es sieht derzeit nicht nach einer leichten Zeit für ihn aus, aber er ist ein viermaliger Weltmeister. Das darf man nicht vergessen«, sagte der fünfmalige Weltmeister und Dominator. Schon in Silverstone hatte Hamilton über Vettel gesagt: »Er wird das nächste Rennen stärker zurückkommen. Das ist es, was große Athleten tun.«

Hamilton gehört natürlich ebenfalls in diese Kategorie. Sieben Grand Prix hat er in dieser Saison schon gewonnen, mit 223 Punkten hat der Spitzenreiter in der WM-Wertung schon 100 Zähler mehr auf seinem Konto als der abgehängte Vettel.

Wie gewohnt tiefenentspannt fuhr Hamilton auf seinem Tretroller mit einer Art rot-blau-weißen Anglerhut auf dem Kopf durch das Fahrerlager. Mit einem Sieg am Sonntag würde der 34-jährige Engländer mit Rekordgewinner Michael Schumacher gleichziehen, der viermal in Hockenheim erfolgreich war.

Vettel hat Druck. Keine Frage. Damit muss er aber umgehen. »Der Druck, den ich mir auferlege, ist höher als der von außen kommt«, stellte er klar. Ein Sieg in Hockenheim würde ihm zumindest eine kleine Last von den Schultern nehmen.

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