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VfB mit Doppelschlag - Freiburg tief im Abstiegskampf

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SC Freiburg - VfB Stuttgart
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Vedad Ibisevic (l) erzielte bereits in der 9. Minute das 1:0 für den VfB Stuttgart. Foto: Patrick Seeger Foto: dpa

Freiburg (dpa) - Nach seinem historischen Doppelpack im badisch-schwäbischen Bundesliga-Derby schleppte Matchwinner Timo Werner erst einmal wieder Medizinkoffer. Angeführt vom Youngster hatte der VfB Stuttgart das Desaster beim BVB weggesteckt und dem SC Freiburg den nächsten Tiefschlag verpasst.


Mit einem eiskalten Doppelschlag binnen 83 Sekunden stellten Vedad Ibisevic (9.) und Werner (10.) früh die Weichen zum 3:1 (2:0). Der gerade eingewechselte Mike Hanke (78.) erzielte zunächst den Anschlusstreffer, ehe der 17-Jährige Werner mit seinem zweiten Torerfolg in der 82. Minute zum umjubelten Matchwinner wurde. Bundestrainer Joachim Löw unter den 23 700 Zuschauern auf der Tribüne im Breisgauer Dauerregen sah den jüngsten Doppeltorschützen der Bundesliga.

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«Das war ein wichtiger Bundesligasieg zu diesem Zeitpunkt. Ein gewisser Druck war da», sagte VfB-Manager Fredi Bobic. «Es ist sehr beeindruckend, wie die Mannschaft auf das 1:6 von Dortmund reagiert hat», meinte Trainer Thomas Schneider. Während die Stuttgarter als Tabellen-Achter mit nunmehr 16 Punkten auf Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen liegen, gehen die Freiburger ganz schweren Zeiten entgegen.

Drei Tage nach der Nullnummer in der Europa League mit der schwachen Vorstellung in Estoril belegt das Team von Trainer Christian Streich punktgleich mit dem Vorletzten Eintracht Braunschweig nur den Relegationsplatz. «Wir sind nicht gut drauf auf dem Platz», meinte Torhüter Oliver Baumann. Die Doppelbelastung fordert trotz aller Rotations-Bemühungen scheinbar ihren Tribut. «Was wir an Verletzungen erleben, das geht auf keine Kuhhaut mehr», sagte Streich, bescheinigte seiner Mannschaft aber eine gute zweite Halbzeit.

Der SC-Trainer hatte sein Team erneut verändert, diesmal auf sieben Positionen. Bei den Freiburgern blieb, wie schon zuletzt in der Europa League vieles Stückwerk. Streich muss sich allmählich fragen, ob er seiner Mannschaft mit der teils heftigen Rotation einen Gefallen tut.

Trotzdem hatten die Hausherren zunächst zwei gute Möglichkeiten durch Admir Mehmedi und Matthias Ginter. Doch dann zeigte Ibisevic bei seinem 13. Pflichtspieltreffer in dieser Saison einmal mehr seinen Torriecher. Der Bosnier entwischte Christian Günter und verwertete eine mustergültige Flanke des auftrumpfenden Christian Gentner.

Den Freiburgern blieb nicht einmal Zeit, den Ärger runterzuschlucken, da schlug VfB-Juwel Werner zu. Mit einer feinen Einzelaktion düpierte der 17-Jährige Gelson Fernandes und Ginter. Danach jubelte er über seinen zweiten und später dritten Bundesliga-Treffer. Damit ist Werner der jüngste Spieler, der drei Bundesliga-Tore auf seinem Konto hat. In der 85. Minute wurde er dann ausgewechselt. Öffentlich etwas sagen durfte der Youngster nach seiner Gala nicht. «Der Junge macht Spaß. Wir müssen ihm weiter Zeit geben zu wachsen», meinte Bobic. Und Trainer Schneider befand: «Er hat diesen absoluten Willen.»

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 51,2 - 48,8

Torschüsse: 19 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 51,3 - 48,7

Fouls: 7 - 13

Ecken: 7 - 2

Quelle: optasports.com