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VfR Aalen trennt sich von Sportdirektor Schupp

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Markus Schupp ist nicht mehr Sportdirektor des VfR Aalen. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa

Aalen (dpa) - Völlig überraschend hat sich der VfR Aalen von Sportdirektor Markus Schupp getrennt. Wie der Fußball-Zweitligist mitteilte, hätten beide Seiten unterschiedliche Auffassungen in der strategischen Ausrichtung des Vereins.


Daher sei der 47-Jährige mit sofortiger Wirkung freigestellt worden. Kurz vor Weihnachten und gerade mal zwei Wochen vor Schupps Geburtstag eine böse Überraschung für den früheren Profi des FC Bayern München.

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»Markus Schupp hat maßgeblichen Anteil am Aufstieg des Vereins in die 2. Bundesliga und dem darauf folgenden Klassenerhalt. Mit seinem Beitrag zum Aufbau des Nachwuchsleistungszentrums hat er sich nachhaltige Verdienste erworben«, würdigte Präsident Berndt-Ulrich Scholz die Arbeit des geschassten Sportdirektors, der sich bereits vor dem 0:1 am Sonntag bei der SpVgg Greuther Fürth in den Urlaub verabschiedet hatte.

Schupp war seit Sommer 2011 beim VfR angestellt und seit dem Abschied des erfolgreichen Trainers Ralph Hasenhüttl im Juni dieses Jahres der starke Mann im sportlichen Bereich gewesen. Die Aufgaben des bisherigen Sportdirektors werden den Angaben zufolge ab sofort von Präsidiumsmitglied Ferdinand Meidert übernommen. Er soll sich eng mit Hasenhüttls Nachfolger Stefan Ruthenbeck abstimmen.

Auf Meidert kommen arbeitsreiche Wochen zu: 17 Spielerverträge laufen am Saisonende aus. Auf die Frage, ob es für den geschassten Sportdirektor noch in dieser Saison Ersatz gebe, antwortete Scholz: »Nach meinen Informationen ist nicht geplant, einen Nachfolger für Markus Schupp zu holen.« Die Entscheidung habe allein der Aufsichtsrat getroffen, sagte der zum 28. Februar kommenden Jahres aus dem Amt scheidende Unternehmer und Mäzen weiter.

Die Trennung vom ehemaligen Burghausen-Coach, dessen Vertrag im Sommer auslief, bedeutet für den VfR den Verlust sportlicher Kompetenz. Zugleich kann der finanziell angeschlagene Verein, der mit 23 Zählern nur zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang hat, dadurch aber Geld einsparen. Nur dank einer Bürgschaft von Scholz in Höhe von 6,155 Millionen Euro hatte der VfR überhaupt die Lizenz für die laufende Saison erhalten.

VfR-Mitteilung