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»Via Julia Classic«-Teilnehmer zogen viele Blicke auf sich

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Nach der letztjährigen Premiere machte die touristische Wanderfahrt für Oldtimer »Via Julia Classic« auch heuer wieder in Seebruck, dem antiken Bedaium, Station. Auf den Spuren der Römer und Kelten wandelnd wurden die gut gepflegten Oldtimer auf dem neuen gemeindlichen Parkplatz am Anger abgestellt. (Foto: Müller)

Seeon-Seebruck – Ein voller Erfolg war die zweite touristische Wanderfahrt für Oldtimer »Via Julia Classic«, die von Aying entlang des römerzeitlichen »Highways« Via Julia in herrlicher Landschaft über Bad Aibling, Rosenheim, Leonhardspfunzen, Söchtenau und Bad Endorf nach Seebruck, dem einstigen Römerort Bedaium, führte.


Zurück ging es dann über die Ratzinger Höhe, Samerberg, Neubeuern, Großholzhausen, den Irschenberg, Weyarn nach Aying, wo nahe dem einstigen Römerort Isinisca ein antikes Kastell entdeckt worden war. Die schicken Oldtimer, darunter auch ein Chevrolet Corvette C1 Baujahr 1958, ein Austin Healey 3000 BN 7 Baujahr 1959 und ein Camaro Yenko Tribute Baujahr 1969, legten 195 Kilometer zurück. An den 13 Stationen mussten die 18 Teilnehmer aus nah und fern einige Sonderprüfungen absolvieren.

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Auf den Spuren der Kelten und Römer wandelnd besuchten sie auch den Meilenstein am Ortseingang von Söchtenau, das Bodendenkmal Römerstraße in Esbaum westlich von Seebruck sowie die in der dortigen Römerstraße überdachten Fundamente einer antiken Darre. Dazu gab es den ganzen Tag über Bilderbuchwetter, Panoramablicke und viele große Augen am Streckenrand.

Wie bei der letztjährigen Premieren-Rundfahrt durch den Chiemgau, Rupertiwinkel und die Berchtesgadener und Chiemgauer Berge standen auch heuer wieder einige Besonderheiten auf dem Programm. So stieß man in Spöck bei Großholzhausen auf die ADAC Bavaria Historic, die ihrerseits drei Tage lang durch das Voralpenland und das benachbarte Österreich führte.

In Großkarolinienfeld weihte Hobby-Römer Klaus Horack (Legio II Italica) die Teilnehmer in das harte Leben eines römischen Benefiziariers ein. Abends klang die Oldtimer-Wanderfahrt mit der Siegerehrung und einem gemütlichen Zusammensein im Bräustüberl in Aying aus.

Am nächsten Tag beteiligten sich einige Teilnehmer auch noch an einer zweiten Ausfahrt über das Sudelfeld und den Spitzingsee nach Bad Aibling. Dabei wurde für den Kiwanis-Club Bad Aibling gesammelt, um eines von dessen sozialen Projekten zu unterstützen. Zudem gab es einen imposanten Autocorso durch gesperrte Straßen der Innenstadt.

Veranstalter Martin Beham zog ein rundum positives Resümee der Via Julia Classic: »Im Vergleich zur letztjährigen Ausfahrt haben wir noch eins drauf gesetzt, weil wir aus den Erfahrungen gelernt haben. Das Team war sehr gut eingespielt und die Vorbereitungen waren perfekt«.

Ein Teilnehmer habe ihm erzählt, dass er infolge seiner letztjährigen Teilnahme plötzlich überall Römerstraßen entdecke, die ihm vorher gar nicht aufgefallen seien. Gerade die Ausgewogenheit im Konzept zwischen Fahrspaß, geschichtlichen Informationen, Streckenwahl und abwechslungsreichen Prüfungen gefalle den Teilnehmern sehr gut, so Beham.

Auf die Frage, ob es 2019 wieder eine Via Julia Classic geben werde, meinte er: »Wenn, dann wieder Ende Juni und dann auf dem nächsten Abschnitt zwischen Jesenwang und Aying«. Die genaue Strecke werde man dann auf der Webseite und per Newsletter bekanntgeben. mmü