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Die Bläserklasse hatte ihren ersten großen Auftritt. (Foto: vom Dorp)

Viel Applaus für Blaskapelle und vier Nachwuchsorchester

Übersee – Die Rechnung ist aufgegangen. »Erstmals wollen wir heute Abend unsere Nachwuchsmusiker vor einem großen Publikum spielen lassen«, sagte Christian Kroner, Musikvorstand und Leiter der Blaskapelle, vor dem traditionellen Herbstkonzert in der voll besetzten Turnhalle von Übersee.


Und diesen Vertrauensvorschuss rechtfertigten dann die Bläserklasse, das Schülerorchester, die Jugendblaskapelle und das Erwachsenen-Ensemble »U-Hus«. Ebenso wie später die etablierten Musiker ernteten sie Bravo-Rufe und Begeisterungsstürme von den rund 450 Zuhörern.

Den Auftakt machte die Bläserklasse unter der Leitung von Antonio Brazalez. Die Viertklässler der Grundschule bewältigten den Einstieg in den Musikverein problemlos. Ganz konzentriert brachten sie die Volkslieder »Kuckuck, Kuckuck ruft´s aus dem Wald« und »Spannenlanger Hansel« zu Gehör.

Im Schülerorchester, der Vorstufe zur Jugendblaskapelle, spielten die Aufsteiger aus der Bläserklasse. Unter der Leitung von Daniela Küfner begeisterten sie mit den modernen Stücken »Rock-A-Saurus Rex!« und »Star Wars«. Aber auch den »Radetzky-Marsch« von Johann Strauss Vater meisterten sie unerschrocken und ernteten viel Applaus.

Eine besondere Gruppe stellten »Die U-Hus« dar. Dieses Erwachsenen-Ensemble – der Älteste ist 75 Jahre alt – hat sich den Namen »Die unter Hundertjährigen« gegeben und vereint »Nachwuchsmusiker« fortgeschrittenen Alters, Anfänger und Quereinsteiger. Mit Enthusiasmus präsentierten sie unter der Leitung von Daniela Küfner »Melodien aus der Neuen Welt«, die »Japanischen Kirschblüten über das Volkslied Sakura« und »Eviva Espana«.

In der Jugendblaskapelle haben Fortgeschrittene sowie Nachwuchstalente gemischten Alters ihre musikalische Heimat gefunden. Sie spielten unter der Leitung von Antonio Brazalez die teilweise schwierigen Stücke »Fanfare, Canto & Danza«, »36,5 Grad C – to hot to work«, »Famous Canon« und »Can't help falling in Love«. Die Nachwuchsmusiker haben ihre Stücke teilweise selbst angesagt und wurden von Martin Bauhofer unterstützt.

Nach der Pause trumpfte dann der kraftvolle und virtuose Klangkörper der 50-köpfigen Blaskapelle Übersee-Feldwies unter der Leitung von Thomas Lindlacher in gewohnt höchster Qualität auf. Kurzfristig hatte Lindlacher auch die Ansage der sieben Stücke seiner Musikanten für den erkrankten Karl Jobst übernommen, die er witzig, charmant, mit wissenswerten Details würzte und sogar mit einer Gesangseinlage krönte.

Am besten gefiel den Zuhörern offensichtlich das Stück »TV-Kultabend« mit Interpretationen von der Eurovisionshymne bis zum »Traumschiff«. Aber auch ein Potpourri aus Tatort, der Schwarzwaldklinik, dem Sportstudio und dem Schlittschuhlaufwalzer von Emil Waldteufel entfachte Begeisterungsstürme. Souverän meisterten die Musikanten die klassische Blasmusik mit dem »Astronautenmarsch« von Josef Ullrich, die Polka »Prager Gassen« von Jaroslav Zeman, den Marsch »Kaiserin Sisi« von Dimo Dellweg und den »Seufzer-Galopp« von Johann Strauß Vater.

Natürlich durften auch die Zugaben nicht fehlen. Gespielt – und vom Publikum mitgesungen – wurde der »Rainermarsch«, die inoffizielle Landeshymne von Salzburg. Damit nicht genug: Die definitiv letzte Zugabe präsentierten alle Musikanten mit dem Kult-Stück »Sweet Caroline«.

bvd