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Viel gelernt in Laguna Seca: Bradl optimistisch

Laguna Seca (dpa) - Die körperliche Anstrengung der 32-Rundenhatz auf dem Berg- und-Tal-Kurs von Laguna Seca war Stefan Bradl noch lange nach Rennende anzumerken.

Debüt
Stefan Bradl wurde Siebter beim Grand Prix in Laguna Seca. Foto: Paul Buck Foto: dpa

Bei seinem Debüt auf der als besonders schwierig geltenden Piste in Kalifornien war der MotoGP-Neuling beim Motorrad-WM-Lauf der USA in der Nacht zum Montag unerwartet als Siebter ins Ziel gekommen und hatte einmal mehr sein Team in Erstaunen und Freude versetzt.

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Nachdem es in allen Trainingseinheiten Probleme gab, war der Rückstand von 28,39 Sekunden auf den souveränen Sieger Casey Stoner (Australien) äußerst gering.

Bradl hatte nach seinem vierten Rang in Mugello vor zu großen Erwartungen in Laguna Seca gewarnt. Immerhin ist dieser Kurs mit der weltberühmten «Corkscrew» (Korkenzieherkurve) für Neulinge nur schwer zu erlernen. «Es ist schwierig, hier eine perfekte Runde zu erwischen», betonte der 22-Jährige. Doch der Moto2-Weltmeister des vergangenen Jahres zeigte kaum Anpassungsprobleme.

Vielmehr machte seine 1000-Kubikzentimeter-Honda Schwierigkeiten. Im Gegensatz zu den Repsol-Werksfahrern Stoner und Daniel Pedrosa (Spanien) hatte das LCR-Team nur Ergänzungen für das Chassis bekommen, für den Antrieb jedoch keine neuen Teile erhalten.

Doch nicht die Beschleunigung machte Bradl zu schaffen, sondern die Bremse. Das Gefühl für das Vorderrad im Kurveneingang war nicht zu einhundert Prozent gegeben. «Ich war am Limit, was die Sturzgefahr betrifft. Es gab ein paar Momente, bei denen ich in Gefahr war», sagte Bradl bei Sport1. So konnte der Zahlinger zwar zwei Drittel des Rennens sehr gut in einer fünfköpfigen Fahrergruppe mithalten, die um Rang vier fuhr. Später musste er jedoch abreißen lassen und verlor auch noch den sechsten Platz in der Schlussphase an den Amerikaner Nicky Hayden (Ducati).

Bradl schied aber dennoch zufrieden, vor allem erkenntnisreich aus Laguna Seca. «Wenn die Reifen abbauen, bin ich noch zu aggressiv. Das ist etwas, was ich noch lernen muss. Wir spekulieren auf eine kleine Steigerung für die zweite Saisonhälfte», sagte der Rookie, der es in der Gesamtwertung mit nunmehr 84 Zählern immerhin bis auf Rang sechs geschafft hat.

«Wir werden weiterhin unser Bestes geben, damit er ohne viel Druck Erfahrungen sammeln kann. Er verbessert sich Schritt für Schritt. Wir denken, dass ein paar Kurse folgen, auf denen er das Ergebnis von Mugello wiederholen kann. Wir hätten nicht erwartet, dass wir so nah an der Spitze sind», lobte Teamchef Lucio Cecchinello.

Bradl- und Cecchinello-Stimmen auf Sport1