weather-image
24°

Viele Corona-Fälle: Asylunterkünfte in Traunreut und Trostberg bleiben unter Quarantäne

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Einen größeren Polizeieinsatz gab es am Freitag in der Asyl-Gemeinschaftsunterkunft in Trostberg. Dort gibt es mehrere bestätigte Covid-19-Erkrankungen. Insgesamt 14 Personen wurden aus der Unterkunft verlegt. (Foto: FDL/Lamminger)

Trostberg/Traunreut – Unter häusliche Quarantäne gestellt wurde am Freitag die Asyl-Gemeinschaftsunterkunft in Trostberg, wo derzeit 86 Personen untergebracht sind. Insgesamt wurden in dieser Woche zehn Bewohner positiv auf SARS-CoV-19 getestet, wie das Landratsamt auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts mitteilt. Auch für die bereits seit zwei Wochen betroffene Unterkunft in Traunreut gibt es keine Entwarnung.


Daher wurden am Freitag 14 Personen – neben den zehn Infizierten auch vier Familienangehörige, darunter drei Kinder unter acht Jahren – in eine separate Unterkunft im Landkreis verlegt. Dort sind sie bis 8. Mai in häuslicher Quarantäne und werden von der zuständigen Regierung von Oberbayern versorgt und betreut.

Anzeige

Alle Bewohner gelten als Kontaktpersonen der Kategorie 1. »Eine Eingrenzung und Benennung der Kontaktpersonen zu den seit Montag bekannt gewordenen Erkrankungsfällen ist nahezu unmöglich, da nach Aussage des Betreuers der Gemeinschaftsunterkunft in der Unterkunft rege und vielfältige engere Kontakte unter sämtlichen Bewohnern bestanden«, wie Katharina Gschwendtner, Pressesprecherin des Landratsamts bestätigte.

Außerdem sei eine Isolierung der betroffenen Personen aufgrund der räumlichen Gegebenheiten mit Gemeinschaftsküche und -bad und auch wegen der fehlenden Kontaktbeschränkungen bei einem Teil der Bewohner nicht möglich.

Fotos vom BRK- und Polizeieinsatz in Trostberger Asylunterkunft:

Keine Entwarnung gibt es für die Asyl-Gemeinschaftsunterkunft der Regierung von Oberbayern in Traunreut (zu unserem Bericht vom 10. April). Dort wurden bereits am 9. April Zugangs- und Ausgangsbeschränkungen sowie Vorgaben zur häuslichen Quarantäne erlassen, die am Freitag ausgelaufen wären. Zwei Bewohner waren am 7. bzw 9. April in der Unterkunft positiv auf SARS-CoV-19 getestet worden. Während der Quarantäne wurden von den verbliebenen 184 Bewohnern noch einmal drei Bewohner symptomatisch positiv auf Covid-19 getestet.

Diese Bewohner haben mit den anderen Bewohnern die Küche und Sanitärräume geteilt. Bei Befragungen nach den Kontaktpersonen wurden von zwei der Bewohner keine tragfähigen und glaubhaften Angaben gemacht, so dass die Ermittlung von Kontaktpersonen nicht möglich ist, wie es aus dem Landratsamt heißt. Zudem wurden der Schutzabstand und die Reduzierung des Kontakts auf ein Minimum aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht durchgängig eingehalten. Deshalb stehen alle Bewohner erneut für 14 Tage – bis 8. Mai – unter häuslicher Quarantäne.

Sämtliche Bewohner sind laut Landratsamt als Kontaktpersonen der Kategorie 1 zu den bestätigten Covid-19 Fällen einzustufen. Um die Quarantänemaßnahmen für die verbliebenen 179 Bewohner der Unterkunft so kurzfristig wie möglich zu halten, wurde die positiv getestete Person zusammen mit zwei Angehörigen, darunter ein Kind, am Freitag aus der Einrichtung in eine andere Unterkunft im Landkreis verlegt.

Großeinsatz in Traunreuter Asylunterkunft am 10. April:

vew/red