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Viele Investitionen beim Elektrizitätswerk

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Im Alpbachwerk wurden moderne Turbinen eingebaut. (Foto Wunderlich)

Schleching – Auf der Generalversammlung der Genossenschaft des Elektrizitätswerks Schleching eG im Landgasthof zur Post berichtete Vorstandsvorsitzender Jakob Riedlsperger über das abgelaufene Geschäftsjahr.


2017 erzeugte das Elektrizitätswerk Schleching 1 419 457 Kilowattstunden Strom (Vorjahr 1 873 568 kWh). Die wesentlich geringere Zahl entstand durch größere Baumaßnahmen und die dadurch entstandenen 121 Ausfalltage.

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Die Schleusentore für beide Werke mussten erneuert werden, In Mühlau besteht das neue Tor aus Lärchenholz und soll eine Lebensdauer von 25 Jahren haben, im Alpbachwerk wurde ein Tor aus Edelstahl eingebaut. Außerdem musste für dieses Werk nach Aufforderung vom Wasserwirtschaftsamt die Bachsohle gereinigt und erneuert werden.

Nach 90 Jahren ununterbrochener Leistung der Turbinen (Pelton) wurde im alten E-Werk in Mühlau 2012 eine komplette Erneuerung durchgeführt. Die Stromerzeugung konnte damit um 25 Prozent gesteigert werden, durch die Einführung der EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) hat sich der Umsatz verdoppelt und die Investition hat sich dort nach fünf Jahren bereits amortisiert.

Nach dieser positiven Entwicklung machte sich die Genossenschaft schon seit 2015 Gedanken über eine Erneuerung des Alpbachwerks. Es wurden Angebote eingeholt und viele vorbereitende Maßnahmen getroffen. Die zwei neuen Turbinen wurden wieder bei einem Unternehmer im Sarntal (wie schon in Mühlau) bestellt, da mit diesem Inhabergeführten Unternehmen sehr gute Erfahrungen gemacht wurden. Die Bauzeit dauerte vom 12. Juli bis 3. Oktober. Der Probelauf am 3. Oktober brachte sehr gute Ergebnisse.

Die zwei neu eingebauten Turbinen bringen eine erhebliche Leistungssteigerung, so Riedlsperger.

Brachte die alte Turbine I 28 Sekundenliter bei 440 Metern Gefälle 80 kWh, bringt die neue Turbine I bei der gleichen Wassermenge 125 kWh. Auch bei der neuen Turbine II gibt es die Steigerung von 240 auf 300 kWh.

So wurde trotz der 121 Ausfalltage und den erheblichen Investitionen, allein die zwei neuen Turbinen kosteten rund 300 000 Euro, ein Gewinn von rund 48 000 Euro erreicht.

Die Bilanz der Genossenschaft stellte die Steuerberatungsgesellschaft Weiss fertig. Der gesetzlichen Rücklage und der Betriebsrücklage wurden je 11 874 Euro zugeführt. Mit Zustimmung der Mitglieder wurden 24 120 Euro an die 145 Mitglieder mit 804 Geschäftsanteilen ausgeschüttet, das sind 30 Euro pro Geschäftsanteil.

Turnusgemäß stand eine Wahl für den Aufsichtsrat an. Wolfgang Mix ist seit 1989 in dieser Position und wurde einstimmig wiedergewählt. wun