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Vielschichtiges Drama: »Leanders letzte Reise«

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Nick Baker-Monteys
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Nick Baker-Monteys führte Regie bei «Leanders letzte Reise». Foto: Patrick Seeger Foto: dpa

Das Drehbuch war schon lange geschrieben, als die Krim-Krise die Dreharbeiten zu unterbechen schien. Was passiert, wenn Realität und Vergangenes aufeinander treffen, zeigt das neue Werk von Nick Baker-Monteys.


Berlin (dpa) - Zwei Familien, zwei Kriege und vier herausragende Hauptdarsteller: »Leanders letzte Reise« kommt anfangs als Familiendrama daher, ist aber tiefgründiger und vielschichtiger.

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Erzählt wird die Geschichte des 92-jährigen Ex-Wehrmachtsoffiziers Eduard Leander (Jürgen Prochnow), der in der Ukraine seine alte Liebe sucht und eine bislang nicht bekannte Familie findet. Auf der Fahrt begleitet ihn unfreiwillig Enkelin Adele (Petra Schmidt-Schaller), die mit ihrer Mutter (Suzanne von Borsody) im Dauerclinch liegt.

Dass in der Ukraine gerade der Konflikt mit Russland ausgebrochen ist, greifen die Macher ebenfalls auf und zeichnen die Probleme eindrücklich nach, die beide Kriege mit sich bringen. Der ukrainisch-russische Konflikt wird in der Figur des Lebemann Lew (Tambet Tuisk) nachgezeichnet, der das Gespann aus Großvater und Enkelin auf ihrer Reise begleitet und unterstützt.

Leanders letzte Reise, Deutschland 2017, 107 Min., FSK ab 6, von Nick Baker-Monteys, mit Jürgen Prochnow, Petra Schmidt-Schaller, Tambet Tuisk, Suzanne von Borsody.

Leanders letzte Reise