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Vier Männer wegen Marktmanipulation angeklagt

Stuttgart (dpa) - Wegen krummer Geschäfte mit Ramschaktien «im ganz großen Stil» hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen vier Männer erhoben. Das Quartett soll in insgesamt 62 Fällen mit Marktmanipulationen rund um den Aktienkurs eines Goldunternehmens 38 Millionen Euro eingestrichen haben.

Bafin
Die Ermittlungen gegen das Quartett starteten im Sommer 2010 nach einer Anzeige der Finanzaufsicht Bafin. Foto: Rolf Vennenbernd Foto: dpa

Darüber informierte die Behörde am Montag in Stuttgart. Die Große Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts entscheide nun über die Eröffnung des Verfahrens. Die vier Männer im Alter zwischen 32 und 46 Jahren sollen den Kurs des Unternehmens De Beira Goldfields um mehr als 1000 Prozent in die Höhe getrieben haben.

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Der Anklage zufolge brachten sie dafür im Jahr 2006 Kaufempfehlungen in diversen Medien unter. Die Beschuldigten sollen selber «erhebliche Bestände» der Papiere besessen und am Ende des künstlich ausgelösten Kurshöhenflugs Kasse gemacht haben.

Die Ermittlungen gegen das Quartett starteten im Sommer 2010 nach einer Anzeige der Finanzaufsicht Bafin. Es folgten Durchsuchungen in Deutschland und Österreich. Dabei hätten die Ermittler «diverse Vermögenswerte» sichergestellt und eingefroren. Geschädigte der Kursturbulenzen «werden daher ausdrücklich aufgefordert, sich bei der Staatsanwaltschaft zu melden», hieß es in der Mitteilung.

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