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Viermal die Bestnote 1,0 erreicht – Besondere Feier am Chiemgau-Gymnasium

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Traunstein: Besondere Abi-Feier am Chiemgau-Gymnasium – Viermal die Bestnote 1,0 erreicht
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Viermal war am CHG die Traumnote 1,0 erreicht worden (von links) Daniela Huber, Linus Pleyer, Clara Buggisch und Annalena Rengis. Mit im Bild ist Schulleiter Klaus Kiesl.

Traunstein – Mit der Überreichung der Abiturzeugnisse durch Schulleiter Klaus Kiesl war es für 131 Schüler des Oberstufenjahrgangs 2017/2019 am Chiemgau-Gymnasium Traunstein amtlich: Sie haben die Abiturprüfung erfolgreich bestanden. Viermal war dabei die Traumnote 1,0 erreicht worden und zwar von Clara Buggisch, Daniela Huber, Linus Pleyer und Annalena Rengis.


Insgesamt war das Abiturergebnis am Chiemgau-Gymnasium wieder sehr erfreulich. Etwa zwei Drittel der Abiturienten hatten eine Note bis zu 2,5, gut ein Drittel sogar eine Eins vor dem Komma. Rund zwanzig Prozent konnten sich über ein »sehr gut« freuen, das heißt ein Note gleich oder kleiner und damit besser als 1,5.

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In normalen Zeiten hätte Landrat Sigi Walch alle, die dieses Ergebnis erzielt haben, zu einem Empfang eingeladen. In diesen besonderen, durch die Corona-Pandemie geprägten Zeiten, musste man darauf verzichten. Eine Urkunde und ein kleines Präsent seitens des Landrats, verbunden mit den besten Glückwünschen, ersetzten die Einladung. »Diese Prüfung hat es in sich gehabt. Ihr habt es geschafft«, begrüßte Oberstufenkoordinator Stefan Ruß die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten.

Abschied in sechs Schichten

Dass die Zeiten anderes sind als sonst, zeigte sich auch in der Ausrichtung dieser Entlassfeier unter Einhaltung strenger Hygieneauflagen. Die Zeugnisübergabe und Verabschiedung fand deshalb nicht für alle 131 Abiturienten gemeinsam statt, sondern in sechs Schichten, entsprechend den sechs Klassen des Jahrgangs. In der sonst bei dieser Feier eng bestuhlten und bis auf den letzten Platz gefüllten Schulaula durften unter Einhaltung des Mindestabstands nur jeweils höchstens 23 Schüler, begleitet von ihren Eltern, Platz nehmen.

»Es ist schon ein bisschen traurig, das wir nicht alle zusammen feiern können«, meinte die Abiturientin Michelle, »aber es ist trotzdem schön, dass es doch noch zu einer Feier kam«. Und Clara ergänzte »es war eine große Anstrengung, dass wir es doch noch in diesem Rahmen machen können. Deshalb freue ich mich umso mehr«. Es sei die Entscheidung der Schüler gewesen, sie hätten sich in einer Umfrage mit großer Mehrheit für eine Feier unter diesen Voraussetzungen und mit der Anwesenheit der Eltern entschieden, berichtete Schulleiter Klaus Kiesl. Er freue sich darüber, auch wenn man die Feiern entsprechend kurz halten müsse. »Da es meine letzte Abiturfeier als Schulleiter des Chiemgau-Gymnasiums ist, hätte ich gerne eine Rückblick auf die knapp zwanzig Jahre gegeben, in denen ich die Verantwortung für diese Schule getragen habe. Darauf muss ich wegen der Kürze der Zeit leider verzichten.«

Eines war Kiesl aber wichtig. Die guten Ergebnisse habe man keinem wegen der Corona-Situation geschenkt. »Es ist Eure Leistung und dazu gratuliere ich von Herzen.« Kiesls Dank ging auch an die Eltern und den Elternbeirat, die ihre Kinder, aber auch die Schule auf dem Weg zu einem erfolgreichen Abitur unterstützt und begleitet haben. Der Elternbeiratsvorsitzende Sebastian Ring dankte seinerseits der Schulleitung und den Lehrkräften für ihre Arbeit. »Sowas hat es noch nie gegeben! Vom Lock-down am 13. März bis zur heutigen würdigen Zeugnisübergabe war es ein Wechselbad der Gefühle für alle«, so Ring.

Wenn man diese Situation, die Solidarität und Gemeinschaft erlebt habe, sei man für das Leben gut gerüstet. Auch Oberstufenkoordinator Stefan Ruß sprach von einer »ganz besonderen Abiturprüfung in Pandemie-zeiten, kurz dem Corona-Abitur«. Für dieses Abitur habe man sich nicht nur Wissen aneignen müssen, sondern man habe auch neue Einsichten und Kompetenzen erwerben müssen, die eine gute Grundlage für das weitere Leben bilden könnten. Eigenständigkeit, Flexibilität und Eigenverantwortung seien notwendig gewesen, um diese Situation so gut zu meistern.

Eine persönliche Note bekamen die sechs Feiern durch die berührenden Worte der Jahrgangsstufensprecher Franziska Schmid (Klasse 12a), Paul Kanngießer (12b), Miriam Hütte (12c), Maximilian Müller-Loennies (12d), Emma Sophie Reicher (12e) und Daniel Winkelmann 12f) sowie der Lehrkräfte Konstanze Schuch, Robert Bauregger, Richard Steiger, Dr. Monika Loy, Barbara Regensburger und Stefan Ruß, die kurze Einblicke in das lebendige Klassenleben der letzten Jahre gaben. Das Thema »Corona« blieb, wenn auch oft nur unterschwellig, immer präsent. So meinte zum Beispiel eine Sprecherin »Wir haben gelernt, dass das Abitur auch mit Maske und Mindestabstand möglich ist«, oder »Wir haben gelernt, selbständiger zu werden, unsere Stimme zu erheben und daran zu wachsen.«

Neben den Einser-Abiturienten wurden auch weitere Schüler für herausragende Leistungen in bestimmten Bereichen geehrt. Clara Buggisch erhielt den Abiturpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, Adrian Weber den der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Mit dem Bio-Zukunftspreis 2020 wurde Sophia Häuslschmid ausgezeichnet. Der Abiturpreis des Spektrum-Verlags ging an Adrian Weber. Als bester Lateinabiturient erhielt Niklas Herrmanns eine vergoldete Anstecknadel des Deutschen Altphilologenverbandes. Der Abiturpreis in katholischer Religionslehre der Erzdiözese München und Freising ging an Annalena Rengis, mit dem Preis des Vereins für Sozialpolitik wurde Simon Krutzenbichler ausgezeichnet.

»Hatten verdammt schöne Schulzeit«

Des Weiteren wurden 14 Abiturientinnen und Abiturienten von der Schulleitung und dem Verein der Freude des Chiemgau-Gymnasiums für ihr besonderes Engagement im Schulleben geehrt. Sie waren Schüler- oder Jahrgangsstufensprecher oder haben im Schulsanitätsdienst mitgemacht. Von ihrer Kreativität, ihrem Engagement und ihrem Durchhaltevermögen hat nicht nur eine Klasse oder ein Jahrgang, sondern die ganze Schule profitiert. Als kleinen Dank erhielten sie jeweils einen Verzehr-Gutschein im Wert von fünfundzwanzig Euro.

Am Ende der Feiern brachte es eine Jahrgangssprecherin auf den Punk: »Wir hatten eine verdammt schöne Schulzeit.« kon