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Stuhec gewinnt Super-G

Vierte und Fünfte in Cortina: Rebensburg hofft auf WM-Glück

Viktoria Rebensburg ist ohne einen Podestplatz aus Cortina d'Ampezzo abgereist. Für die Weltmeisterschaften in St. Moritz ist die beste deutsche Skirennfahrerin dennoch zuversichtlich - Glück und Pech gleichen sich schließlich aus. Und die Form stimmt grundsätzlich.

Fünfte
Viktoria Rebensburg verpasste erneut das Podium. Foto: Domenico Stinellis Foto: dpa

Cortina d'Ampezzo (dpa) - Viktoria Rebensburg umarmte ihre Kollegin Anna Veith und schien sich ehrlich zu freuen. Die Österreicherin kam im Super-G von Cortina d'Ampezzo auf einen überraschenden dritten Platz.

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Rebensburg selbst war erneut knapp an den Top 3 vorbeigefahren - schon tags zuvor hatte es in der Abfahrt um einen Wimpernschlag nicht für das Treppchen gereicht. «Es war eine gute und solide Fahrt», meinte Rebensburg nach Rang fünf, «aber bei der WM hoffe ich natürlich auf eine sehr gute.» Beim Saisonhöhepunkt in St. Moritz will sie von der nächsten Woche an um Medaillen fahren und ist für das Auftaktrennen - einem Super-G - guter Dinge.

Auf Veith fehlten der besten Athletin des Deutschen Skiverbands (DSV) elf Hundertstelsekunden. Der Sieg ging an Ilka Stuhec aus Slowenien vor der Italienerin Sofia Goggia (+0,31 Sekunden) und Veith (+0,70). Veith, die unter dem Mädchennamen Fenninger zweimal den Gesamtweltcup gewonnen hatte, feierte das erste Podium im siebten Rennen nach ihrem Comeback. Die 27-Jährige hatte wegen einer schweren Knieverletzung aus dem Herbst 2015 mehr als ein Jahr im Weltcup gefehlt. «Ja super, cool», kommentierte Rebensburg das Rennen von Veith.

Sie selbst hofft nun, dass sich das Hundertstelpech von Cortina - am Samstag fehlten ihr in der Abfahrt 0,06 Sekunden - in WM-Glück umwandelt. «Wenn es so ist, dass ich dann in St. Moritz auf alle Fälle auf die vorderen drei Plätze kommen, dann nehme ich das gerne in Kauf», sagte sie. «Ich muss einfach eine Spur mehr angreifen, besser Skifahren, und dann habe ich das auch in der eigenen Hand.»

Die 27-Jährige will bis zur Abreise gen Schweiz «ein bisschen ausspannen, denn die letzten Wochen waren sehr intensiv». Am Sonntag geht es dann ins Engandin, am Dienstag werden die ersten Medaillen vergeben. Den Parallel-Slalom in Stockholm fährt Rebensburg nicht.

In St. Moritz gehört Lokalmatadorin Lara Gut zu den Mitfavoriten auf Gold - obwohl die Gesamtweltcupsiegerin die Generalprobe auf der Tofana-Piste in Cortina komplett verpatzte. In einer Rechtskurve fädelte sie nach Zwischenbestzeiten mit dem Arm beim Tor ein, kam ins Straucheln und stürzte. Mit blauen Flecken am Oberschenkel und Arm konnte sie eigenständig ins Ziel fahren, wo sie vor Enttäuschung in Tränen ausbrach. Denn statt den Rückstand in der Gesamtwertung zu verkürzen, wuchs der durch den überraschenden vierten Platz von Spitzenreiterin Mikaela Shiffrin aus den USA auf 80 Punkte an.

Die 21-Jahre alte Slalom-Weltmeisterin war damit auch klar besser als Lindsey Vonn. Die viermalige Gesamtweltcupsiegerin erlebte ein schwieriges Wochenende. Nach ihrem Sturz in der Abfahrt am Samstag beendete sie den Super-G nur auf Rang zwölf.

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