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Virtuelle Lockdown-Challenge bei den Chiemgau Baskets

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Per Videobotschaft erklären Philipp Junge (links) und Kenan Biberovic jetzt jede Woche die Lockdown-Challenge für die Basketballer der Chiemgau Baskets. (Foto: Screenshot Chiemgau Baskets)

Vier Wochen Lockdown, vier Challenges. Mit dieser Maßnahme wollen die Chiemgau Baskets, wie die Korbjäger des TV Traunstein seit Saisonbeginn auftreten, vor allem Jugendlichen während des Novembers eine sportliche Abwechslung bieten. Als Draufgabe zur körperlichen Herausforderung gibt es dabei auch etwas zu gewinnen. Neben kleineren Paketen für die Wochen-Gewinner erwartet den Gesamtsieger ein Preis der besonderen Art: einmal hautnah mit dabei sein bei einem Bayernliga-Spieltag. So wird der oder die Glückliche nicht nur während der Partie auf der Bank der ersten Herrenmannschaft Platz nehmen dürfen, sondern auch vorab die Kabinenansprache von Luis Prantl miterleben dürfen.

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Für eine Teilnahme müssen die Kinder Videos der Einzelchallenges, die vorab von den Jugend- und Athletiktrainern auf den Social-Media-Kanälen der Chiemgau Baskets bekannt gegeben werden, immer bis Freitag, 20 Uhr, teilen. Wichtig ist dabei die Verwendung des Hashtags #chiemgaubasketslockdownchallenge.

Den Anfang machte in der abgelaufenen Woche eine Kombination aus je einer dreißigsekündigen Kraft- und Dribbling-Übung. Damit reagieren die Chiemgau Baskets proaktiv auf die temporäre Schließung der Hallen. Entwickelt wurde die Initiative von Athletikcoach Philipp Junge, Kenan Biberovic sowie Lorenzo Griffin, Luis Prantl und Christian Biebl. »Dank der ausgeprägten Medienkompetenz und der Kreativität unseres Trainerstabs sind wir in der Lage, digitale Trainingsangebote und kleine Wettkampfspiele anzubieten«, freut sich Abteilungsleiter Franz Buchenrieder, »damit können wir diese Phase der Einschränkungen überbrücken und etwas Spielfreude und Abwechslung vermitteln.« Neben den sozialen Medien soll dabei auch der gerade frisch designte Internetauftritt helfen, der unter www.chiemgau-baskets.de zu erreichen ist. Für Luis Prantl ist die Betreuung der Initiative gleichzeitig die erste Amtshandlung in einer neuen Rolle. Nachdem Luis Pires das Amt des Jugendkoordinators aus beruflichen Gründen zur Verfügung gestellt hatte, erklärte sich sein Wasserburger Namensvetter bereit, interimsweise zu übernehmen. Somit wird der Cheftrainer der Bayernliga-Herren vorerst in einer Doppelfunktion für die Chiemgau Baskets tätig sein.

Luis Pires bleibt der Abteilung weiterhin als U-12-Trainer sowie als Betreuer der Schulkooperation mit der Ludwig-Thoma-Grundschule treu. Neben den vielfältigen Koordinationsaufgaben war der Spanier zuletzt etwa verantwortlich für die Schulkooperationen, Trainertreffen und hat auch im Hintergrund beratend und operativ gewirkt.

»Luis Pires hat gemeinsam mit mir vor eineinhalb Jahren die Doppel-Funktion als Trainer und Jugendkoordinator übernommen und in dieser anstrengenden Phase sehr viel qualitative Aufbauarbeit für das heutige Basketball-Programm geleistet«, so Franz Buchenrieder, »wir danken ihm für seine bisherige akribische und leidenschaftliche Jugendarbeit und sind erfreut, dass er weiterhin als Trainer und SAG-Leiter zur Verfügung steht.« Nachdem Pires wegen zunehmender beruflicher Arbeitslast seine koordinierende Funktion im Jugendbereich nicht mehr ausüben konnte, ist der Abteilungsleiter der Chiemgau Baskets froh, in Luis Prantl »einen kompetenten Nachfolger« präsentieren zu können. Da der Headcoach der Herren I bekanntlich seine Wurzeln im Jugendbereich hat, lag die Übergangslösung für Buchenrieder auf der Hand.

Prantl weiß dabei seine Ziele für den Jugendbereich eindeutig zu definieren: »Kein einziges Kind im Lockdown verlieren und neue hinzugewinnen. Dabei setzen wir nun vor allem auf die sozialen Medien, die für die Kinder gerade jetzt von noch größerer Bedeutung sind.«

Doch auch für die regulären Kernaufgaben eines Jugendkoordinators hat sich der 20-Jährige Einiges vorgenommen. So plant er die Ausarbeitung eines individuellen Konzepts, mithilfe dessen die Identität der Chiemgau Baskets auf dem Feld über alle Teams hinweg sichtbar gemacht werden soll. Als Idealvorstellung kann damit ein Spieler jederzeit in anderen Teams eingesetzt werden und weiß dabei genau, was ihn erwartet. Für die Coaches verspricht der Ansatz Planungssicherheit und Transparenz. »Die Trainer bekommen dabei natürlich auch Freiheiten«, sagt Luis Prantl, »aber ein roter Faden soll erkennbar sein.«

Der neue Jugendkoordinator freut sich darauf, dass jeder Coach seine individuellen Fähigkeiten zur Erarbeitung der Philosophie einbringt. Großes Ziel der Chiemgau Baskets, die sich auch zukünftig voll und ganz der Ausbildung des eigenen Nachwuchses verschrieben haben, ist dabei, möglichst viele Jugendspieler in die Ersten Mannschaften zu bringen. SK