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Virtuelles Rennen: ein hartes Stück Arbeit

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Vergangene Woche legte unsere Sportredakteurin Stephanie Brenninger etliche Radkilometer zurück. Dieses Wochenende steht ihr jetzt ein virtuelles Rennen bevor. (Foto: Brenninger)

Jetzt ist es also endlich soweit! Meine Wettkampfsaison startet an diesem Wochenende so richtig – also eigentlich! Denn aufgrund der Coronavirus-Krise ist jetzt doch irgendwie alles ganz anders.


Mein ursprünglicher Plan für den Mai hätte ja gleich zwei Wettkämpfe vorgesehen: einmal den Traunsteiner Halbmarathon, einmal die Challenge St. Pölten, es wäre mein bisher zweites Mitteldistanz-Rennen als Triathletin gewesen. Aus beiden wird jetzt nichts. Leider, aber das hilft jetzt halt nichts! Ich freue mich jedenfalls schon auf 2021, denn da stehen beide Wettkämpfe erneut auf meinem Plan!

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Gelaufen wird am Wochenende jetzt aber trotzdem, legt meine Trainerin Pamela Gutsch fest. »Und denk daran, das ist ein richtiges Rennen für dich«, gibt sie mir mit auf dem Weg. Sprich: Ich muss da wirklich alles geben! Der Halbmarathon ist jetzt für diesen Samstag vorgesehen. Für die Strecke habe ich gleich mehrere Optionen zur Wahl – einmal hüglig, zweimal eher flacher. Welche ich wählen werde, weiß ich noch nicht so genau.

Und ja, ich sag's Ihnen, auch wenn es nur ein virtuelles Rennen sein wird, die Vorfreude darauf steigt bei mir dennoch bereits spürbar – wie eben vor einem echten Wettkampf auch! Doch diesmal wird's ungleich schwerer werden: Denn es stehen diesmal eben keine Zuschauer an der Strecke, die einen anfeuern, es gibt eben keine Helfer, die einem Getränke reichen und es gibt niemanden, an dem man sich dranhängen kann. Das wird echt ein hartes Stück Arbeit werden!

Immerhin ist mein Lieblingsgegner mit mir an der Startlinie: mein innerer Schweinehund! Was für ein Duell! Ich muss den Kleinen jedenfalls gehörig abhängen, wenn ich mein Ziel erreichen will.

Sie wollen wissen, wie das lautet? Gut, ich verrate es Ihnen mal und ich setze mich damit halt mal ein wenig unter Druck: Ich würde gerne eine neue persönliche Bestzeit über die 21,1-km-Strecke aufstellen. Rein von meinem Gefühl und den bisherigen Trainingseindrücken her sollte das auch möglich sein.

Nur mein Schweinehund hat da halt sicher was dagegen – vor allem, weil es im Ziel diesmal eben auch keine Belohnung in Form von Kuchen gibt... Aber, wie gesagt, das hilft jetzt eben alles nichts und Hauptsache ich kann meine Vorbereitung für mein großes Ziel ungebremst fortsetzen – und das heißt eben Start über die Langdistanz 2021! Und jetzt schaue ich mal, was bei meinem ersten virtuellen Rennen am Samstag möglich ist! Ich freu' mich jedenfalls sehr darauf! Stephanie Brenninger

 

Unsere Sportredakteurin Stephanie Brenninger setzt ihren Triathlon-Selbstversuch fort. Nachdem sie 2017 über die Volks-, 2018 über die Kurz- und 2019 über die Mitteldistanz gestartet ist, wird sie in diesem Jahr einen Zwischenschritt machen, um 2021 dann auf die Langdistanz zu gehen.