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Volkstheater: «Romeo & Julia» und Hoffen auf den Neubau

München (dpa) - Das Münchner Volkstheater unter Intendant Christian Stückl setzt in der neuen Spielzeit wieder auf Klassiker ebenso wie auf moderne Stücke. Den Auftakt macht am 27. September Shakespeares «Romeo & Julia» in einer Inszenierung von Kieran Joel. Einen Monat später bringt Stückl Anton Tschechows «Die Möwe» auf die Bühne. Der Intendant sieht darin viele Parallelen zu seinem eigenen Haus, lässt Tschechow doch den Schriftsteller Konstantin Treplev nach neuen Formen des Theaters suchen. «Man muss auch Sachen ausprobieren und Sachen in die Landschaft setzen, auch wissentlich, dass das nicht bei der großen Masse des Publikums ankommt», sagte Stückl am Freitag in München bei der Programmvorstellung seiner 16. Spielzeit.

Intendant Christian Stückl
Der Intendant des Münchner Volkstheaters Christian Stückl. Foto: Tobias Hase/Archiv Foto: dpanitf3

Der Franzose Nicolas Charaux kehrt mit «Das ferne Land» des in Frankreich beliebten Dramatikers Jean-Luc Lagarce zurück. Felix Hafner inszeniert Aldous Huxleys «Schöne neue Welt» in einer selbst geschriebenen Fassung. Abdullah Kenan Karaca, 2020 neben Stückl zweiter Spielleiter der Oberammergauer Passionsspiele, zeigt «Volpone» von Stefan Zweig. Auch eine Uraufführung gibt es. Corinne Maier und Tina Müller beleuchten in «Children of Tomorrow» das Spannungsfeld zwischen Familie und Beruf.

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In der Spielzeit 2016/2017 zählte das Volkstheater mehr als 106 000 Besucher, die Platzauslastung lag bei 80,3 Prozent. Große Hoffnungen setzt das Haus in den geplanten Neubau, für den im Rahmen eines Wettbewerbs viele Vorschläge eingereicht wurden. Er sei zuversichtlich, dass die vorbereitenden Arbeiten im kommenden Sommer beginnen könnten, sagte Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers.

Münchner Volkstheater