weather-image
21°

Vollsperre für zwei Wochen im Herbst

3.7
3.7
Bildtext einblenden
Seit zwei Wochen wird in Bischofswiesen gebaut: Der Kreisverkehr soll mehr Sicherheit bringen. (Foto: Klein)

Bischofswiesen – Eine zweiwöchige Vollsperrung der B20 und der Berchtesgadener Straße wird sich wegen des Kreisverkehrbaus in der Stanggaß, der seit zwei Wochen läuft, nicht vermeiden lassen. Das teilte der zuständige Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Traunstein, Martin Bambach, gestern bei einem Ortstermin mit. Die Sperrung wird wohl zum Ende der Bauarbeiten im Herbst fällig sein.


Wie Martin Bambach erklärte, sei es an dieser Stelle schon häufig zu Unfällen gekommen. Zwischen 10.000 und 12.000 Fahrzeuge befahren die B20 in Bischofswiesen täglich. »Besonders schlimm war es in den Jahren 2012 bis 2014.« Damals waren in diesem Bereich besonders viele Unfälle passiert.

Anzeige

Deshalb wurde zusammen mit dem zuständigen Ministerium und der Zentralstelle für Verkehrssicherheit im Straßenbau (ZVS) der Bau eines Kreisverkehrs beschlossen. Die Planung, die Andreas Rupp aus Bad Reichenhall übernahm, dauerte zwei weitere Jahre. »Wir mussten auch Grund erwerben«, so Bambach. Zwei Millionen Euro kostet die Baumaßnahme. Davon übernimmt zwei Drittel der Bund, ein Drittel bezahlt der Freistaat Bayern. »Auf Bischofswiesen kommen nur geringe Kosten zu, zum Beispiel die für die Beleuchtung des Gehwegs«, so Bambach.

Der Bau wird bis weit über die Mitte des Jahres andauern. »Wir werden versuchen, weitestgehend ohne Verkehrseinschränkungen zu bauen«, sagt Bambach, weist aber darauf hin, dass manche Vorkehrungen zur Sicherheit notwendig sind. So sei die Ampel, die am Dienstag den Verkehr regelte, eine reine Schutzmaßnahme gewesen, vor allem für die Bauarbeiter.

Für die Asphaltierung müsse dann allerdings mit einer Vollsperrung gerechnet werden. »Das wird rund zwei Wochen dauern.« Ohne würde es nicht gehen, denn es müssten verschiedene Schichten aufgetragen werden. Auch dürfe nicht vergessen werden, dass Lkw mit Material zur Baustelle gelangen müssen. »Die Logistik mit fließendem Verkehr ist oft sehr schwierig. »Wir werden die Sperrung aber rechtzeitig ankündigen«, verspricht Bambach.

In einem ersten Bauabschnitt ist bereits die Einmündung zur Berchtesgadener Straße breiter gemacht worden. Der Verkehr soll zunächst in diesen Bereich »gedrückt« werden. Danach könne an der Umgehungsbrücke beziehungsweise am Hang zur Ache hinunter gebaut werden. Der Gehweg auf der Brücke soll verbreitert werden, auf zweieinhalb Meter. Darüber hinaus soll im Handlauf auf der Brücke eine Beleuchtung installiert werden. »Während dieser Arbeiten wollen wir die zwei Spuren auf der B20 erhalten«, erklärt Bambach.

»Es sind viele Baustellen, aber wir müssen jetzt bauen, denn jetzt bekommen wir die Gelder von der Regierung zur Verfügung gestellt«, erklärt Bambach, »wer weiß, wie es in ein paar Jahren aussieht.« Lena Klein