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Vom Auto aus auf Corona testen lassen: BRK etabliert Angebot in Bad Reichenhall

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in Bad Reichenhall: Corona-»Teststraße« vom BRK eingerichtet
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Landrat Georg Grabner (r.) an der neuen Teststraße im Gespräch mit BRK-Bereitschaftsleiter Florian Halter (l.) zusammen mit vier ehrenamtlichen BRK-Einsatzkräften. (Foto: Landratsamt BGL)

Berchtesgadener Land – Im Auftrag der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt Berchtesgadener Land wurde mit Unterstützung der BRK-Bereitschaften am Dienstagvormittag mit sechs ehrenamtlichen Einsatzkräften die bestehende »Teststraße« in Bad Reichenhall neu organisiert.


Die BRK-Helfer nehmen unter Anleitung eines Arztes und unter Einhaltung der hohen Sicherheits- und Hygiene-Vorgaben Rachen-Abstriche vor. In der neuen »Teststraße« können laut Landratsamt sehr effektiv und zeitnah wesentlich mehr Verdachtsfälle als bisher auf SARS-CoV-2 getestet werden. Landrat Georg Grabner bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz, »der dazu beiträgt, die Ausbreitung von COVID-19 weiter zu verlangsamen«.

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Derzeit werden in den Kreiskliniken der Kliniken Südostbayern AG vereinzelte Coronapatienten stationär behandelt. Dennoch haben sich die Kreiskrankenhäuser für die Aufnahme von weiteren COVID-19-Patienten vorbereitet und halten an ihren sechs Standorten (Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing, Traunstein, Trostberg und Ruhpolding) die entsprechende Infrastruktur, auch für Intensivpatienten, vor.

Im Klinikverbund der KSOB ist die Kreisklinik Trostberg primäre Anlaufstelle für intensiv- und beatmungspflichtige COVID-19-Patienten, wobei neben Trostberg die Kreisklinik Bad Reichenhall und das Klinikum Traunstein umfangreiche Spezialbehandlungskapazitäten für COVID-19-Patienten vorhält. Somit sind Trostberg, Traunstein und Bad Reichenhall die COVID-Schwerpunkt-Kliniken.

Die drei kleineren Standorte Berchtesgaden, Freilassing und Ruhpolding können grundsätzlich auch COVID-19-Patienten behandeln, allerdings bevorzugt ohne intensivmedizinischen Versorgungsbedarf. Diese stehen dann für die Übernahme von anderen Krankheitsbildern und leichten Vorfällen aus den Schwerpunktkliniken bereit und entlasten im Sinne eines Stufenkonzeptes die Schwerpunktkliniken. Des Weiteren stehen derzeit nicht genutzte größere Bettenkontingente in den Reha-Kliniken der Region im Bedarfsfall auf Abruf zur Verfügung.

Aufsetzend auf den dargestellten stationären Behandlungskapazitäten laufen seit Tagen intensive Beschaffungsaktivitäten lokal und über die zentrale Bundesebene zur Beschaffung von zusätzlichen Beatmungsgeräten und Schutzausrüstung.

Über den örtlichen Einsatzleiter der FüGK wurde mit Unterstützung der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften seit Sonntagnachmittag in der Pidinger Turnhalle eine Betreuungsstelle für an der Grenze zu Österreich gestrandete Reisende eingerichtet.

Im Rahmen der COVID-19-Maßnahmen lässt Österreich die Reisenden nur im Zeitraum zwischen 17 Uhr am Abend und 1 Uhr in der Früh die Grenze passieren, weshalb sich speziell in den Nachtstunden Probleme ergeben, da die Wartenden bei derzeit frostigen Temperaturen keine Unterkunft finden und sich auch nicht selbst verpflegen können. Es werden dort lediglich Reisende für jeweils wenige Stunden, aber keine Asylsuchenden betreut. Es besteht die Möglichkeit, sich auf Feldbetten auszuruhen und aufzuwärmen. Helferinnen und Helfer versorgen die »Gestrandeten« mit Essen und Getränken.

Besorgte Bürger werden gebeten, sich bei Fragen zum Coronavirus an die Hotline des Gesundheitsministeriums zu wenden: Telefon 09131/6808-5101. fb

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Ein BRK-Helfer nimmt in der »Teststraße« in Bad Reichenhall einen Abstrich. (Foto: BRK BGL)