weather-image

Vom Blitzeinschlag bis zum Wohnhausbrand

3.7
3.7
Bildtext einblenden
Ende Juli schlug in den Maibaum in Mietenkam der Blitz ein. Dieser wurde so schwer beschädigt, dass er von der Feuerwehr Grassau anschließend umgeschnitten werden musste. (Foto: Archiv Eder)

Grassau – Die Grassauer Feuerwehr glänzt durch ihre Einsatzstärke, Einsatzbereitschaft, Jugendfeuerwehr und Kameradschaft. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus deutlich.


Große Ereignisse stehen der Wehr bevor, zum Beispiel die Weihe des neuen Feuerwehrfahrzeugs und der Erweiterungsbau der Feuerwehrfahrzeughalle.

Anzeige

64 Aktive, darunter 30 Atemschutzträger und 16 Chemieschutzträger, kann die Grassauer Feuerwehr aufweisen. Kommandant Alfred Mayer lobte die Tagesverfügbarkeit von 20 bis 25 Freiwilligen. Spätestens vier Minuten nach der Alarmierung rausche auch schon das Feuerwehrfahrzeug los. Mayers Dank galt den Arbeitgebern, die die Kameraden für den Dienst am Nächsten freistellen. Im vergangenen Jahr rückten die Grassauer zu 137 Einsätzen aus. Dazu zählen auch 17 Brände. Die spektakulärsten Einsätze waren der Wohnhausbrand in Staudach-Egerndach, der Brand einer Hecke an der Bahnhofstraße, wobei ein Übergriff auf die Wohnhäuser verhindert werden konnte, sowie ein Zimmerbrand am Fetzweg und die Blitzeinschläge in ein Wohnhaus und den Maibaum in Mietenkam. Mayer vermutet, dass durch die Rauchmelder künftig noch mehr Brandmeldealarme hinzukommen.

75-mal wurde die Wehr zu technischen Hilfeleistungen gerufen, oftmals auch als Tragehilfen für das BRK oder zu Türöffnungen. Auch drei Einsätze am Reifinger Badesee mit dem Boot gab es. Leider musste einmal ein Toter geborgen werden. Der Kommandant erinnerte Außerdem an das Unwetter beim »Chiemsee Summer«. An den 105 Übungen nahmen durchschnittlich 30 bis 35 Kameraden teil. Mayer berichtete zudem, dass das neue Einsatzfahrzeug LF20 bereits im Einsatz sei und gut funktioniere. Auch ein Schnelleinsatzzelt habe sich die Wehr zugelegt. Bei Unfällen könne dies vor Regen und vor Gaffern schützen.

Über die erfolgreiche Jugendwerbung berichtete Jugendwart Ludwig Hafner. Damit stieg die Mannschaftsstärke auf 13 Jugendliche an. 70 Aktivitäten wurden unternommen, darunter ein Erste-Hilfe-Kurs, der Kreisfeuerwehrtag, die Achentaljugendübung, ein Berufsfeuerwehrtag, Ausflüge und viele Übungen.

Nicht minder aktiv war der Feuerwehrverein, dessen Aktivitäten Vorsitzender Michael Zillner zusammenfasste. 145 passive Mitglieder zähle der Verein, der die aktive Mannschaft mit Anschaffungen unterstütze. Zillner erinnerte an die Auszeichnung der Jugendfeuerwehr mit dem Jugendförderpreis 2017 der Gemeinde. Die Fahnenabordnung sei bei kirchlichen und weltlichen Festen dabei. Organisiert wurden zudem ein lustiger Vereinsausflug und das Dorffest im August. Besonders freute Zillner, dass Ehrenvorstand Peter Ritze im August mit dem Ehrenzeichen des Bayrischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet wurde. Im Oktober gab es eine Spendenübergabe in Höhe von 10 000 Euro, überreicht von Anne und Ralf Wimmer, Ehefrau und Sohn des verstorbenen Kameraden Erwin Wimmer. Mit 30 Mann habe sich die Feuerwehr am Grassauer Advent beteiligt. Teilgenommen habe der Verein auch am Eisstockturnier in Inzell und an der Ski-Dorfmeisterschaft.

Baubeginn für die Hallenerweiterung ist laut Zillner voraussichtlich im Mai und auch die Fahrzeugweihe des LF20 werde im Mai oder Juni organisiert. Das Dorffest ist am 4. August.

Im Namen der Gemeinde dankte zweite Bürgermeisterin Doris Noichl für die stete Einsatzbereitschaft. Sie informierte über die Ausgaben der Gemeinde für die Feuerwehr, die im vergangenen Jahr durch die Anschaffung des neuen LF20 auf knapp 400 000 Euro stiegen.

»Die Einsätze werden professionell abgearbeitet«, lobte Kreisbrandinspektor Georg König. Anerkennung zollte er der Tageseinsatzstärke von 20 bis 25 Mann. Positiv wertete er auch die Jugendmannschaft und die Zusammenarbeit der Wehren im Achental. tb