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Vom Gelben Sack bis von der Leyen

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Der Woif-Jaga und eine gewisse Frau von der Leyen.
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Der böse Wolf wurde am Samstag auf dem Obersalzberg gesichtet.
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Cool drauf: die Funtis vom GTEV D'Funtenseer.
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Besucheransturm: Beim diesjährigen Hohschlienrenna ging es so zu wie selten zuvor. (Fotos: Stanggassinger)
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Die Gelbe-Sack-Abholfirma Wurzer wurde von mehreren Teams parodiert.
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Schneefrau und Schneehase.
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Unerwünscht: Dieser Skitourengeher wurde von einer Pistenraupe verfolgt.
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Hägglund statt Pizza-Taxi: Die Mitarbeiter vom Lieferservice Buchenhöhe kommen auch im Schneechaos.

Berchtesgaden – Das Maschkera-Hohschlienrenna des GTEV D'Kehlstoana am Obersalzberg begeisterte am Samstag Hunderte von Zuschauern. Drei Wochen lang hatte die Vorbereitung des Gaudi-Fests heuer gedauert. Und es war perfekt organisiert. 35 Schlitten gingen an den Start am Carl-von-Linde-Weg. So viele waren es noch nie.


Die Anmeldung erfolgte bei der Rennhütte und dort gab es den ersten Diskussionsstoff über das jeweilig gewählte Thema. Besonders beliebt waren diesmal die Probleme bei der Abholung des Gelben Sacks, das geplante Tempolimit auf Autobahnen, die Angst der Landwirte vor dem Wolf, das Volksbegehren zum Artenschutz und die Versorgung der Buchenhöhe mit Bundeswehr-Hägglunds während der Schneekatastrophe im Januar. Aber auch Donald Trump und sein geplanter Mauerbau, das 100-jährige Bestehen des GTEV D'Funtenseer und das Birkhuhn. Ein Hingucker war auch der »Hochöd Heini« mit seinem motorgesteuerten Heini aus Stroh.

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Die Rodelbahn war in Bestzustand. Hunderte von Zuschauer kamen maskiert und unmaskiert bei herrlichstem Winterwetter an die Rodelbahn, feuerten die Teilnehmer an und applaudierten. An mehreren Stellen waren Bars aufgebaut und für die innerliche Wärme kam wohl kaum einer an einem Schnäpschen vorbei. Für die Teilnehmer gab es auf der Strecke allerdings eine »Schnapsbremse«. Hätte diese jemand ignoriert, wäre er disqualifiziert worden. Hierauf wurde bereits bei der Anmeldung hingewiesen.

Es gab zwar einige Stürze, jedoch die Veranstaltung verlief unfallfrei. Das Ziel war beim Haus »Bergruh«. Josef Staudinger vulgo Perler Sepp, war Sprecher. Verkleidet als Jäger mit Jagdgewehr und Jagdhund, hat er sich auf einem eigens errichteten Hochsitz mit der Aufschrift »Woif-Jaga« postiert. Von dort aus sorgte er für eine riesen Gaudistimmung. Er kommentierte die Teilnehmer und deren Ideen. Außerdem führte er mit prominenten Teilnehmern wie Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Interviews.

Johann Pfnür, Tobi Kastner, Heinz Reiner und Stefan Angerer waren Kampfrichter. Gewertet wurden Zeit und Idee. Die absolut Schnellsten waren die Teilnehmer mit der Startnummer 3 (Brandner/Moderegger) unter dem Motto »Wurzer« mit einer Zeit von 2.04,20 Minuten.

Nach dem Rennen fand eine »After-Schlien-Party« mit Siegerehrung beim Haus »Bergruh« statt. Es gab Bosna, alkoholische und nicht alkoholische Getränke, Kaffee und ganz viel selbst gebackenen Kuchen. Bernhard Stanggassinger