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Vom Salzbergwerk zum Haus der Berge

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Standortleiter Franz Lenz (l.) vom Salzbergwerk Berchtesgaden und Nationalpark-Chef Dr. Michael Vogel mit der neuen Panorama-Schautafel, die an der Reichenbach-Nische installiert wird. Fotos: Anzeiger/kp
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Die neu eröffnete Sole-Deichel-Schaustelle am Mitterweinfeld.

Berchtesgaden - Zwischen Salzbergwerk und Haus der Berge soll ein Themenwanderweg mit mehreren Stationen entstehen. Entlang der ehemaligen Soleleitungs-Trasse aus dem Jahr 1817. »Dort kann man viele spannende Fakten erfahren«, so Franz Lenz, Standortleiter des Salzbergwerks Berchtesgaden, bei der Eröffnung. In deren Rahmen präsentierte Lenz jetzt am Mitterweinfeld eine Sole-Deichel-Schaustelle. Kritik gab es am Rande des Termins für die Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee.


»Schöne Ausblicke auf das Ortsbild Berchtesgadens und auf die herrliche Gebirgswelt« - das verspricht die Themenwanderung. Beim Salzbergwerk geht es los, vorbei am alten Gymnasium, durch das Nonntal hindurch. Über den Meditationsweg geht es hinauf zum Lockstein und dort zum Fundament des ehemaligen Sole-Hochbehälters. Einige ausgestellte Soleleitungsröhren deuten an, wie einst die »Pipeline« verlief.

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Entlang des historischen Soleleitungswegs bewegt sich der Wanderer weiter. Entweder in Richtung Salinenplatz. Oder, ab Mai 2013, zum Nationalparkzentrum Haus der Berge. »Holz und Salz haben schon immer viele Gemeinsamkeiten gehabt«, so Franz Lenz. »Ihr beschreibt die Natur, wir das weiße Gold.« Demnach war die Idee, das Salzbergwerk mit dem Haus der Berge über einen Fußweg zu verbinden, eine logische Konsequenz.

Die Themenwanderung soll jeden Wander-Typ ansprechen. Romantische Abschnitte mit Watzmann-Blick entlang des Mitterweinfelds bilden den Höhepunkt der informativen Tour, für die maximal 90 Minuten eingeplant werden sollen. Immer wieder kommt man an Sitzbänken vorbei, trifft auf Informationstafeln, die auf unterschiedliche Altersgruppen ausgerichtet sind.

Die neueste Info-Einrichtung ist die Panorama-Tafel an der Reichenbach-Nische am Soleleitungsweg hoch über den Dächern von Berchtesgaden. »Die Nische lädt zum Verweilen ein und die Tafel erklärt darüber hinaus die Urlaubs-Landschaft«, so die Initiatoren. Und auch die Deichel-Schaustelle am Mitterweinfeldhof, in handwerklicher Perfektion gefertigt, soll viele Informationen vermitteln. Eine angeschlossene Wiese mit Ziegen und salzigen Lecksteinen soll den kleinen Besuchern das Erlebnis eines Streichelzoos vermitteln. Dank richtete Franz Lenz bei der Eröffnung an die vielen Beteiligten, die einen Anteil tragen an der Umsetzung des Themenwanderwegs. »Für 2012 haben wir unser Budget, das in den Weg fließen soll, verbraucht«, so Lenz. Das solle aber nicht heißen, dass man in der Zukunft keine weiteren Stationen installieren werde. In der Tat ist geplant, das Projekt weiterhin voranzutreiben. Nach und nach sollen zusätzliche Abschnitte umgesetzt werden. Für 2013 gibt es schon Pläne. Ganz zufrieden zeigte sich Standortleiter Lenz dennoch nicht. »Wir machen hier etwas für Einheimische und Touristen«, von dem die Region dauerhaft profitiere. Den Verantwortlichen der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee warf er ein »Schubladendenken« vor, da man sich weder an der Umsetzung beteiligt habe noch der Einladung zur Eröffnung gefolgt sei. kp

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