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Neue Fassade, Kegelbahnen und ein Irish Pub bei der ehemaligen Bahn-Immobilie

»Vom Schandfleck zum Aushängeschild«

Berchtesgaden – Für eine siebenstellige Summe soll der Bahnhof in Berchtesgaden saniert werden. Gleichzeitig verriet Investor Ralph Müller nun gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger« erste Details, die im historischen Bahnhofsgebäude verwirklicht werden sollen.

Die Fassade des Bahnhofs Berchtesgaden soll bald in neuer Farbe erstrahlen. Sobald der Denkmalschutz »grünes Licht« gibt, sollen die Sanierungsmaßnahme starten. (Foto: Pfeiffer)

Unter dem Motto »Treffpunkt Bahnhof« soll das imposante Gebäude saniert und später dann neu belebt werden. Die bisherigen Mieter werden weiterhin die Räumlichkeiten des Bahnhofs anmieten. Entgegen anders lautender Aussagen bleiben alle Geschäfte bestehen. Zu den bestehenden Mietern werden weitere hinzukommen, die die »seit Jahren leer stehenden Flächen mit Leben füllen werden«, sagt Ralph Müller. Geplant sind etwa ein Irish Pub mit Dart-Möglichkeiten, Billard, Tischfußball sowie ein Bowling- und Kegelcenter mit zehn Bahnen. Wie Ralph Müller bestätigt, laufen derzeit Gespräche. Weitere freie Flächen im Obergeschoss sollen später unter anderem als Büro- oder Praxisräume genutzt werden. Auch andere Nutzungen sind laut Investor möglich.

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Die Planung wird im Einklang mit dem Denkmalschutz stattfinden. Denn der Bahnhof steht unter Denkmalschutz. »Die seit Jahren von der Deutschen Bahn vernachlässigte Fassade samt Fenstern wird komplett überarbeitet, erneuert und gestrichen«, sagt Ralph Müller.

Ziel sei es, den »Bahnhof aus den negativen Schlagzeilen zu bekommen und eine Metamorphose – vom Schandfleck zum Aushängeschild – zu vollziehen«. Wohlfühlen sollen sich am Bahnhofsgelände künftig alle – von jung bis alt. »Ein Platz, an dem man sich trifft, unterhält, sportlich betätigt und vor allem Spaß hat«, prophezeit Müller.

Dunkle Ecken wird es künftig nicht mehr geben. Dafür sorgt ein Lichtkonzept, das das gesamte Bahnhofsgelände ausleuchtet. Wie schon beim benachbarten Postamt, das ebenfalls von Investor Ralph Müller vor einigen Jahren gekauft worden war, soll auch der Bahnhof größtenteils von ortsansässigen Handwerkern saniert werden.

Entgegen anderslautender Gerüchte sollen die Räumlichkeiten der ehemaligen Diskothek »Beverly« (später: »Hallodri«) zunächst ungenutzt bleiben. »Wir setzen jetzt erst einmal das Geplante um, und dann nehmen wir die nächsten Schritte in Angriff«, so Müller im Gespräch mit dem »Berchtesgadener Anzeiger«. Kilian Pfeiffer