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Vom Tango bis zum jiddischen »Mazel Tov«

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Schwungvoll spielte das Quartett »deSalonBoarischen« in der Grund- und Mittelschule Teisendorf auf. Das Publikum war begeistert von der bunten musikalischen Vielfalt. (Foto: Hogger)

Begeisterten Zuspruch fand das Konzert des Quartetts »deSalonBoarischen«, das bisher auch bekannt war als »fesch&resch«, in der Grund- und Mittelschule Teisendorf. Die Musikgruppe unter der Leitung von Hermann Huber aus Ainring ist weit über die heimatliche Region hinaus bekannt.


In der bis auf den letzten Platz besetzten Aula begeisterten »deSalonBoarischen« das Publikum mit ihrer großen musikalischen Vielfalt. Ihr Repertoire reicht vom heimischen Landler über Polka und französische Chansons bis zu Märschen, Tango und jiddischen Stücken. Dazu trugen die Künstler Anekdoten vor und erzählten Interessantes über die dargebotenen Musikstücke. Dies gab dem Abend eine besonders unterhaltsame Note.

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Hermann Huber spielte die Steirische Harmonika und Klarinette, Ingo Nagel Kontrabass, der preisgekrönte Ungar Zoltan Laluska die Geige und die Musikantin Eva Fenninger Harfe, Hackbrett und Okarina. Die Künstler aus Waging am See blicken weit über den bayerischen musikalischen Tellerrand hinaus. Dies bewiesen sie virtuos bei ihrem Konzert. Für jeden Zuhörer boten so die teils bekannten, aber auch die weniger bekannten Stücke lebendigen musikalischen Genuss.

Als erstes Stück erklang der nicht nur vom Namen her schwungvolle »Tango Diatonique«. Er wurde gefolgt von der französischen klassischen Chansonmelodie »Petite Boutique«. Die musikalische Weltreise bewegte sich weiter über die »Ganghofer-Polka«, den unter anderem mit der Okarina gespielten »Berta-Landler«, dem »Da Zwerksde« von Hermann Huber zum irischen Traditional und »Manhattan Rag« von Heinz Both. Zum Träumen lud das Quartett mit seinem Stück »La Mer« beziehungsweise »Somewhere beyond the sea« des großen französischen Chansonniers Charles Trenet ein. Das letzte Stück vor der Pause »Mazel Tov«, in dem das bayerische Wort »Massel«, auf hochdeutsch »Glück« zu erkennen ist, war auch Namensgeber für die neue CD der Gruppe: »Massl g’habt.«

Für richtig Schwung sorgten die anschließenden, heimatlichen Stücke, zum Beispiel der »Gruß an Oberbayern« von Georg Freundorfer und die Kompositionen von Hermann Huber, der »Hirzinger's stad-lustiger« und »A Boarischer für d’Almuth«. Mit dem Walzer aus der Jazz Suite No. 2 von Dmitrij Shostakovich sowie den Stücken »Amorada« aus Venezuela von Waldir Azevedo und »Sommer in Paris« wurde die musikalische Weltreise abgerundet.

Das Quartett verabschiedete die applaudierenden Zuhörer mit der »Aussischmeissa Schnellpolka« schwungvoll als Zugabe. Da das Publikum immer noch mehr hören wollte, gab es noch ein Stück aus dem neuen Programm der Gruppe zu hören: »Alles Chicago«. Bernhard Glück, Robert Strauß sowie Jutta Mayer vom Vereinsvorstand des Teisendorfer Kulturvereins bedankten sich für den wundervollen Abend mit kleinen Präsenten. Johannes Hogger