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»Von Anfang an«

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Ein kreatives Duo (v. l.): Heidi Aschenbrenner mit Tochter Friederike Höllerer. (Foto: Brechenmacher)

Wenn Mutter und Tochter das künstlerische Gen besitzen, führt dies irgendwann zu einer gemeinsamen Ausstellung. So ist es auch bei Heidi Aschenbrenner und ihrer Tochter Friederike Höllerer, Grafikerin aus München. Auf Einladung der Freilassinger Künstlergilde stellen die beiden Künstlerinnen nun zum ersten Mal in einer Einzelausstellung gemeinsam unter dem Titel »Von Anfang an« bis einschließlich Sonntag täglich von 15 bis 18 Uhr in der Galerie im Stadtmuseum in Freilassing ihre aktuellen Arbeiten in Acryl ebenso wie retrospektiven Bilder und Objekte aus.


Von kunstvoll bemalten Ostereiern, exzessive Aquarell- und Hinterglasbildern, Seidenmalerei, getöpferten Figuren von bezaubernder Anmut sowie Bauernmalerei auf Kerzenständern oder Kleiderbügeln und Porzellanmalerei gewährt Heidi Aschenbrenner einen eindrucksvollen Rückblick über ihr kreatives Schaffen »von Anfang an«. Abstrakt anmutende Acrylbilder in satten Erdfarben stehen im Kontrast zu zarten Radierungen und Motiven von landschaftlicher Prägung und zeigen damit ihre künstlerische Weiterentwicklung an.

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Heidi Aschenbrenner, seit Beginn aktives Mitglied der Freilassinger Künstlergilde, erwarb sich ihre künstlerische Ausbildung bei namhaften Künstlerpersönlichkeiten wie Gerhard Almbauer aus Graz, Kurt Panzenberger aus Wien, Bernhard Vogel aus Salzburg oder Sigi Braun aus Traunstein, um nur einige zu nennen. In zahlreichen Kollektivausstellungen innerhalb Deutschlands präsentierte sie ihre sehenswerten Arbeiten. Bei Einzelausstellungen in Arosa, Budapest und Freilassing demonstrierte sie die Vielfalt ihres Könnens

Mit Collagen, diversen Näh- und Stickarbeiten, Verpackungsmodellen, Postkarten mit Münchner Skizzen, Bleistiftzeichnungen und bildhaften Illustrationen gibt Friederike Höllerer mit kleinformatigen Arbeiten einen Einblick in ihren künstlerischen Werdegang aus Schul- und Studienzeiten »von Anfang an«. Bei ihren aktuellen Arbeiten dominieren dagegen ausschließlich großformatige, farbintensive Bilder die Hälfte des Ausstellungsraums. Damit gestaltet die freiberufliche Grafikerin-Designerin zugleich bewusst eine räumliche wie auch optische Trennung von den Arbeiten ihrer »Mutti«, wie sie bei der gegenseitigen Vorstellung bei der Vernissage liebevoll ihre Mutter nannte.

Einer eigenen Rhythmik scheinen die unterschiedlich starken, meist waagerechte Linien der Bilder von Friederike Höllerer zu unterliegen. Fasziniert vom geordneten Chaos der bunten Linien in Harmonie mit dem farbigen Hintergrund, ist der Besucher geneigt, hinter die variablen Strichformationen blicken zu wollen, um so vielleicht ein derart geschickt verborgenes Geheimnis zu entdecken. Der Macht der Farbintensität ihrer facettenreichen Objekte kann sich kaum ein Besucher entziehen, zu sehr üben sie eine belebende Wirkung auf den Betrachter aus.

Die gebürtige Pallingerin Friederike Höllerer, lebt als freiberufliche Grafik-Designerin in München. Seit 2004 setzt sie sich intensiv mit Malerei der Acrylmalerei auseinander. In Kursen bei Petra Amerell, Alfred Darda und Peter Tomschiczek erwarb sie sich weitere Fähigkeiten.

Die Technik des Holzschnitts erlernte sie bei Bodo Korsig, in einem Workshop bei Markus Lüpertz wandte sich die Künstlerin der Abstraktion zu. 2012 unterrichtete sie als Dozentin in der Sommerakademie Hohenaschau.

Musikalisch begleitet wurde die Vernissage mit harmonischen Klänge der beiden Harfenistinnen Franziska Eimer und Andrea Regenauer vom Duo Zamzupf'n. bre